1521 Auf dem Lutherweg

Von Röthges zum „Hessenbrückenhammer“ (2 km)

Am Wegweiser des Lutherwegs im Dorfzentrum Röthges finden Sie eine kleine grüne Plakette (Standort Nr. LAU 004) mit der Höhenangabe 198 m ü. NN. Der kurze Abschnitt zum Landgasthof/Hotel Hessenbrückenhammer führt Sie über die Waldgemarkung „Roth“, die maximale Höhe von 247 m ü.NN aufweist. Allerdings muss die Gipfelhöhe nicht ganz erklommen werden, sodass auch dieser Abschnitt als „leicht“ einzustufen ist.

Der Dorfbrunnen mit dem Vereinshäuschen des Obst- und Gartenbauvereins ist Starpunkt dieser kleinen Etappe. Hier gibt es eine Bushaltestelle (Mit-Fahr-Bank) mit ÖPNV-Anschluss nach Lich/Gießen und Laubach.

Der Wegweiser vermitteln Ihnen folgende Entfernungen: In Richtung Nord-Ost: Hessenbrückenhammer 2,0 km, Wetterfeld 3,6 km, Grünberg 9,2 km. In Richtung Süd-West Nonnenroth 3,0 km, Hungen 9,5 km, Trais-Horloff 13,6 km.

Die Wegbeschreibung:

Sie können ein Stück auf der Heerstraße der Markierung folgen und dann nach rechts in die Burgstraße einbiegen. Allerdings lässt sich dieser Straßenknick einsparen, wenn Sie bereits am Dorfbrunnen halbrechts weitergehen und so ebenfalls auf die Burgstraße gelangen.

Haus Nr. 13 bietet für Gäste Übernachtungsmöglichkeit:

Haus Herrenhof, Burgstraße 13, 35321 Laubach-Röthges. Der DTV verlieh für die Ferienwohnung 3 Sterne, und für die Privatzimmer 2 Sterne (2007).

Bald darauf passeren Sie die stattliche Kirche des kleinen Dorfes. Über dem Eingangsportal ist in Frakturschrift zu lesen: „Gott geweiht den 14. September 1879 von der Gemeinde Röthges“.

Am Ende der Burgstraße biegen Sie nach links in die Straße „Am Wieslappen“ ein. Hier bietet sich eine Sitzgruppe für eine Rast an.

Schon nach ca. 50 Metern verlassen Sie den Weg nach rechts und wandern nun einen Wiesenweg aufwärts. Sie passieren den Friedhof und durchwandern nach der Kuppe eine Obstwiese. Bei Nässe ist hier Vorsicht geboten (Rutschgefahr).

Nach einer leichten Linkskurve wandern Sie an einem Weidezaun entlang und folgen dann dem befestigten Weg, der Sie kerzengerade an den Waldrand bringt. Am Waldrand gehen Sie etwa 50 Meter nach links und finden eine neue Sitzgruppe des Projekts Lutherweg vor. Ein herlicher Platz zum Rasten mit schönem Ausblick.

Der Lutherweg führt Sie nun nach rechts in die Waldgemarkung Roth. Nach ca. 150 Meter erreichen Sie eine Kreuzung, an der Sie nach links weitergehen. Hier haben Sie den höchsten Punkt der Teiletappe erreicht.

Eine ersten Abzweig lassen Sie links liegen und kurz darauf gesellen sich von rechts der Lahn-Kinzig-Weg (gelber Balken, gleichzeitig Abschnitt des Hessenweges Nr. 5) und der Wetterweg (gelb-rote Markierung mit Wellensymbol) zum Lutherweg hinzu.

Sie gehen weiter geradeaus und abwärts. Nach einer Linkskurve verlassen Sie den Wald und gelangen (wie schon oft vorher) wieder an die L 3007, die heutige Alternative zum Lutherweg. Der Blick fällt dabei auf den Laubacher Stadtteil Münster.

Der Landstraße folgen Sie etwa 50 Meter nach rechts. Dann stehen Sie vor dem Landgasthof „Hessenbrückenhammer“. (PEDESTRIAL-Partnerlokal).

Hier lässt sich nicht nur vorzüglich essen und trinken, sondern auch angenehm und preiswert übernachten.

EINKEHREMPFEHLUNG:

Landgasthof Hessenbrückenhammer

Inhaber Klaus Schmittmann

35321 Laubach-Wetterfeld

Tel. 06405-1484, Fax 06405-501735

hessenbrueckenhammer@t-online.de

www.hessenbrueckenhammer.de

Anknüpfpunkt ist jedoch nicht der Landgasthof, sondern die nächste Tafel zum Lutherweg, die beidseitig Informationen anbietet. Es ist der Standort Nr. LAU 003 (196 m ü. NN).

Stein mit einem weisen Spruch (Autor ist uns nicht bekannt)

Für die Wanderer aus Richtung Grünberg befasst sich die Tafel mit der Frage, welche Route Luther auf seinem Weg nach Friedberg nahm. Aus dieser Richtung beginnt nun die Aufteilung in Ost- und Westroute, während sich die beiden Routen in der hier beschriebenen Richtung wieder vereinen.

Hier ein Ausschnitt aus dem Text der Tafel: ZITAT: In der Nähe des heutigen Landgasthofes Hessenbrückenhammer passierte Luther mit seinem Fuhrwerk die Hessenfurt. Diese bedeutende Furt durch den Fluss Wetter stellte einst die südliche Grenze zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Solmser Gebiet dar. Von hier aus ist umstritten, welche Route Luther in Richtung Friedberg wählte. Für die Ostroute über Hungen spricht, dass sie dem kürzeren Wegverlauf der „Kurzen Hessen“ folgt. Die Westroute über Lich belegen historische Dokumente, welche die Unterbringung eines Doctor Lutter und seiner Reisegesellschaft in Lich bezeugen. (O-Text ENDE)

Auf der anderen Seite der Tafel findet der Wanderer eine Karte zu den beiden Routen. Dort ist auch zu lesen, dass die Westroute acht Kilometer länger ist als die Ostroute und ass beide Varianten eine Reihe spannender Erlebnispunkte rund um Luther und die reformation zu bieten haben. Dazu werden Bilder dieser Erlebnispunkte wie das Licher Schloss, das Hungener Schloss, die Münzenburg, die Wetterauer Seenplatte, der Sprudelhof in Bad Nauheim und die Komturkirche in Nieder-Weisel gezeigt.

Anmerkung: Die Waldgemarkung „Roth“ wurde durch das Sturmtief „Friederike“ im Januar 2018 stark geschädigt.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert