2022: Streckenplanung in Nonnenroth

Erste Testwanderung für eine Volkswanderung der „Kleinen Wanderwelt“

Das Dorfgemeinschaftshaus in Nonnenroth und das darin befindliche Restaurant „Amigo Mijo“ haben wir zum Abschluss der Wanderung mit dem VfL Muschenheim kennen gelernt. Schon damals kam uns der Gedanke, von hier aus eine EVG-Wanderung zu organisieren. Für die am 25. und 26. Juni anstehenden EVG-Wandertage der Kleinen Wanderwelt wäre nicht nur das DGH oder das Restaurant, sondern auch das direkt nebenan befindliche Sportheim und auch die Grillhütte auf der angrenzenden Schäferherberge auf dem Lutherweg ein idealer Ausgangspunkt.

Auf der Erkundung des Lutherweges 1521 sind wir auf dem Abschnitt Nonnenroth – Hungener Teiche schon mehrfach marschiert. Nun ging es um die Frage, wie man den Lutherweg zu einem Rundkurs erweitert. Der Grundgedanke war, den Nachbarort Villingen in die Planung einzubeziehen.

Am 18 April wollten Biggy, Margit und ich in Erfahrung bringen, ob diese Planung umgesetzt werden kann. Dazu trafen wir uns am Parkplatz Hungener Teiche und wanderten von dort über die Landstraße L 3007 in Richtung Villingen. Schon nach wenigen Minuten stieß unser Trio auf den neuen Radweg, der auf einer stillgelegten Bahntrasse entstand.

Dort, wo wir auf diesen attraktiven Radweg stoßen (Plakette des Landkreises Gießen Standort Hungen HU.040.1) finden wir einen Wegweiser für Radfahrer. Auf diesem können wir exakt errechnen, wie lange der Abschnitt von den Hungener Teichen nach Villingen ist. O,8 Kilometer zu den Hungener Teichen plus 2,0 Kilometer nach Villingen ergeben 2,9 Kilometer.

Schnell aber müssen wir feststellen, wie stark dieser Radweg gerade von E-Bike-Fahrer/innen genutzt wird. Ständig müssen wir den Weg räumen, um kleine oder größerer Radgruppen passieren zu lassen. Das könnte bei einem Volkswandertag zu erheblichen Problemen führen.

Der Abschnitt ist Teil der Radwege „Solmser Land“ und „Römer, Residenzen, Reformatoren“ (RRR). Mit Ruhebänken, Sitzgruppen und einem symbolischen Rastplatz wurde hier eine hervorragende Infrastruktur für Radtouristen geschaffen.

Es ist ein herrlicher Frühlingstag, der Ostermontag 2022. Alles blüht am Wegrand. Man könnte den Weg auf der Bahntrasse wirklich genießen, wenn nicht fast sekündlich eine Fahrradklingel ertönen würde. Aber der Weg nach Villingen ist nicht mehr weit.

Am Übergang dieses Bahntrassen-Radweges über die Landstraße Villingen-Nonnenroth entscheiden wir, auf den nächsten Feldweg in Richtung Zielort abzubiegen. Der Weg ist bei google-maps deutlich erkennbar. Doch begehbar ist er nur begrenzt.

Mit Kinderwagen würden Wanderer nur schwerlich hier durchkommen können. Und weil der Weg auch seitlich steil abhängt, könnte unser Markierungsteam mit einem Auto bei nassem Untergrund schnell in den Acker rutschen und feststecken. Nach zwei Kilometern durch hügelige Graslandschaft wechseln wir die Straßenseite und kommen dann doch etwas enttäuscht am DGH in Nonnenroth an.

Unser Fazit: Dieser Versuch ist fehlgeschlagen. Es wäre nicht verantwortbar, den Wanderweg über die so stark frequentierte Bahntrasse zu führen und auch der Rückweg von Villingen ist weder attraktiv noch gut begehbar.

Wir beschließen, baldmöglichst einen neuen Versuch zu starten, um eine optimale Streckenführung für die Kleine Wanderung auszuarbeiten.

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