D-7604 Ibratalweg 4. Etappe

Vom Seepark Kirchheim nach Gershausen (4,5 km)

Der vierte und letzte Abschnitt des 23 Kilometer langen Ibratalwegs ist nach erklommenen Gipfeln oberhalb der 500-Höhenmeter-Marke keine große Herausforderung mehr. Anknüpfpunkt ist der große Parkplatz mit Bushaltestelle direkt vor dem Seehotel bzw. unterhalb der Ferien-Dörfer 1, 2 und 4. Hier sowie in Reimboldshausen und auch im Zielort Gershausen verkehrt die Buslinie 470 zwischen Bad Hersfeld, Kirchheim, Neukirchen und Schwalmstadt. Der Weg verläuft bis Reimboldshausen gleichauf mit dem Jossaweg und über weite Strecken mit dem Rundweg K2.

Die Beschilderung (nach links weisendes Dreieck mit der Nummer 76, KGV) ist bis auf einen 600 Meter langen Abschnitt unmittelbar nach der Trennung vom Jossaweg oberhalb von Reimboldshausen lückenlos. Hier folgt man der Markierung K2, parallel zur Kreisstraße K 32. Der Start- und Zielort Gershausen ist mit einer Höhenlage von 254 bis 273 der tiefste Punkt des Rundweges, der vom Knüll-Gebirgsverein (KGV) betreut wird.

Die Wegstrecke: Vom Parkplatz gehen wir in nördliche Richtung und blicken dabei auf das Portal einer offenbar nicht mehr in Betrieb befindlichen „Märchenalm“. An dieser gehen wir (ein Stück in Gleichlauf mit dem R 58) links vorbei und biegen dann rechts ab. Hier trennt sich der R 58 (Knüll-Rhön-Weg) vom Ibratalweg. Dafür kommt der Jossaweg (Nr. 72) hinzu.

Wir durchwandern das Dorf 1 des Ferienparks und können nach rechts auf das Seehotel und den Stausee blicken.

Bei unserer Durchwanderung am 6. November 2020 herrschte Hochbetrieb von Feuerwehr und Speizialfirmen auf der Staumauer. Das Wasser wurde komplett abgelassen. Möglicherweise wurde diese Aktion nötig, nachdem Mitte September eine Ölverschmutzung festgestellt wurde und die Ursache längere Zeit ungeklärt blieb.

Am Ende des Feriendorfes 1 durchwandern wir ein kleines Waldstück. Der leicht ansteigende Weg führt uns auf die Zufahrtsstraße zum Feriendorf-Portal bei Reimboldshausen. In diese biegen wir nach rechts ein und haben bald schon das Portal erreicht.

Von dort wandern wir an der Kreisstraße K 32 (Reimboldshäuser Straße) in den Kirchheimer Ortsteil Reimboldshausen. Über dieses Dorf mit weniger als 100 Einwohner lesen wir bei wikipedia: Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1261. Es war Sitz der Adligen „de Reinboldeshusen“. Später wandelte sich der Ortsname von „villa Reimbolshusen“ und „Rumelshusin“ sowie „Rymboldishusen“, dann „Rümmershusen“ und „Rymmelshausen“, sowie „Römelshusen“ zu „Grimmelshausen“ und letztendlich zum heutigen Namen. Zwischen 1431 und 1531 war das Dorf eine Wüstung. (O-Text Ende).

Auch erfahren wir, dass das Dorf am 22. August 1977 von einem Dammbruch am Ibrastausee (Seepark) betroffen war und eine drei Meter hohe Flutwelle überstehen musste.

Die bis hier tadellose Markierung weist uns den Weg über die Straße und dann nach rechts nach der Bushaltestelle in die Kohlbachstraße, in der wir die Ibra überqueren. Danach geht es halblinks auf einem Asphaltweg aus dem Dorf hinaus.

Schon nach wenigen Schritten erreichen wir eine Verzweigung. Ab hier gibt es Lücken in der Markierung. Während der Jossaweg nach rechts bergauf verläuft, muss man ahnen können, dass der Imbratalweg weiter an der Ibra und parallel zur K 32 verläuft. Eine Ruhebank befindet sich unmittelbar nach dieser Verzweigung. Es geht weiter in östlicher Richtung.

Schade, dass es an jenem Morgen im November 2020 so neblig-trübe war. Das Imbratal mit seinen Weiden und Wiesen präsentiert sich zu anderen Jahreszeiten sicherlich reizvoller als es die Bilder zu diesem Beitrag zeigen. Wir lassen einen halblinks abzweigenden Feldweg außer Acht und marschieren in ein kleines Waldstück.

Im Wald finden wir immer noch keine Markierung des Imbratalweges. Immerhin können wir uns von der K2-Markierung leiten lassen.

Mittlerweile wandern wir auf Schotter und erreichen eine weitere Verzweigung. Hier wählen wir den linken Weg und stoßen dann wieder auf ein erstes Markierungsschild unseres Weges.

Am rechten Wegrand stehen Fichten, die nahezu „in Reihe und Glied“ angeordnet sind. Auf der linken Seite zum Tal hinab steht lichter Laubwald. Nach dem Austritte aus dem Wald passieren wir eine Kreuzung geradeaus. Danach wird der Weg etwas morastiger.

An einem Weidezaun entlang steuern wir auf die K32 zu und haben dann Gershausen erreicht. Zunächst befindet sich nur auf der linken Straßenseite ein Bürgersteig. Gershausen ist deutlich größer als Reimboldshausen. Bis zum Start-/Zielpunkt sind es noch etwa 600 Meter.

Dort, vor dem Gasthaus Frank (zum Zeitpunkt unseres Besuchs wegen der Corona-Pandemie geschlossen), befindet sich eine Bushaltestelle der bereits erwähnten Linie 470. Eine Anfahrtsstelle für Rettungsfahrzeuge (HEF 323) befindet sich etwa 300 Meter weiter am Abzweig der Straße „Silbergraben“.

Gershausen ist urkundlich 1350 erstmals erwähnt. Doch schon von 1267 gab es die Adeligen von Goßhusen, nach denen der 320-Einwohner-Ort einst benannt wurde. Wie Reimboldsdhausen war auch Gershausen vom Dammbruch 1977 stark betroffen.

Empfohlener Weblink für Wanderer:

https://www.ich-geh-wandern.de/zwischen-kn%C3%BCll-und-vogelsberg-auf-aussichtreichen-h%C3%B6hen-von-der-ibrakuppe-zum-rimberg

Weitere Infos:

Tourist Info Knüllwald-Remsfeld

Hauptstr. 34 – Direkt an der Autobahn A 7 Abfahrt Homberg (Efze)

34593 Knüllwald – Remsfeld

Tel.:0 56 81 – 93 08 08

e-mail:info@knuelltouristik.de

www.knuelltouristik.de

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