TR 6110 Taunus-Rhön-Wanderweg -10. Etappe

Von Ulrichstein nach Dirlammen (9 km)

ACHTUNG: Diese Wegbeschreibung wurde im Dezember 2006 erstellt. Durch die Erweiterung des Windenergieparks oberhalb von Ulrichstein hat sich der Wegverlauf geändert. Diese Beschreibung kann also nur als Orientierungshilfe dienen. Eine neue Überarbeitung erfolgt bei nächster Gelegenheit!

Von Ulrichstein, dem über 700 Jahre alten Handelsknotenpunkt und Marktflecken, führt die zehnte Etappe durch den östlichen Vogelsberg nach Dirlammen. Am Startpunkt vor dem neu erbauten Rathauskomplex mit der Sporthalle finden Sie Wander- und Erläuterungstafeln zum Vulkan-Wanderweg vor. Der Weg führt Sie zunächst am Feriendorf Burgblick mit seinem einzigartigen Naturbadebiotop vorbei. Durch die Waldgemarkung Langerain erreichen Sie den Windenergiepark auf dem Goldenen Steinrück südlich von Helpershain und von dort gelangen Sie über den Heiligenwald in das landwirtschaftlich geprägte 450-Seelendorf Dirlammen, das zur Großgemeinde Lautertal gehört. Hügelgräber in den umliegenden Wäldern beweisen, dass diese Region schon zu vorchristlicher Zeit besiedelt war. Unterwegs bieten sich herrliche Ausblicke bis tief in die Rhön.

Zum Ferienpark Burgblick
Startpunkt ist die Wandertafel in der Marktstraße (vor den Rathaus-Parkplatz. Die Tafel „Wandern auf dem Vulkan“ (Portal Ulrichstein) befindet sich nahe der Einmündung in die Ohmstraße, unmittelbar am Parkplatz des modernen Verwaltungskomplexes und an der Bushaltestelle Lindenplatz gelegen
Mit Blick auf die Wandertafel wenden Sie sich nach links und biegen vor dem Imbissbetrieb Döring (Tipp: Hier können Sie preiswert Ihre Thermoskanne mit frischem Kaffee füllen lassen) nach rechts auf den Parkplatz ab. Sie überschreiten den Parkplatz und marschieren links an der Sporthalle vorbei. Neben dem blauen Ring sind vorläufig auch das gelbe Kreuz (Fürstenweg von Langenselbold nach Lauterbach), das rote Andreaskreuz (Nordostweg von Alsfeld nach Lauterbach) und das rote Band (Landgrafenweg von Nidda nach Ulrichstein) Ihre Wegbegleiter. Am Feuerwehrstützpunkt gehen Sie geradeaus durch einen kleinen Park und stoßen auf die Pfaffenackerstraße. Dieser folgen Sie nach links bis zur Sparkasse und wandern hier auf der Ludwigstraße nach rechts weiter. An einer Apotheke und einer Volksbankfiliale vorbei gelangen Sie an die Ohmstraße (Hauptverkehrsstraße). Diese Straße sollten Sie mit großer Vorsicht überqueren. Sie wandern nach links in nördlicher Richtung und biegen bereits nach ca. 50 Metern rechts in den Erlenweg ein. Sie folgen dem Wegweiser zum Ferienpark Burgblick, passieren die Seniorenresidenz Am Schlossberg und kurz darauf das Naturbadebiotop, das eine nähere Betrachtung verdient hat.

Auf hessischen Radwanderwegen auf den Goldenen Steinrück
Der Wanderweg führt links an dem Badebiotop vorbei und am Eingang der Reitsportanlage Schlossberg stoßen Sie auf die Hessischen Radwanderwege R 4 und R 7. Hier biegen Sie links ab und folgen dem leicht ansteigenden Teerweg in Richtung Ost-Nordost. Nach etwa 700 Metern über eine leichte Bergkuppe vergabelt sich der Weg. Hier gehen Sie geradeaus auf einem Schotterweg weiter. Nach weiteren 500 Metern lassen Sie den links abzweigenden Herbert-Henkel-Weg außer Acht Sie folgen stets der Markierung des Radweges R 4 und wandern auf einem hellen Kiesweg durch einen Fichtenwald (Waldgemarkung Langerain).

Auch die nachfolgende große Linksabzweigung können Sie ignorieren. Weiter abwärts kommen Sie bald aus dem Wald heraus und erblicken die gewaltigen Windkrafträder auf dem Goldenen Steinrück südöstlich der Gemeinde Helpershain. Der Wanderweg verläuft geradeaus am Rande eines Mischwaldes und führt schließlich an die Kreisstraße K 131. Auf dieser Straße wandern Sie nun etwa 400 Meter ansteigend auf die Windkrafträder zu. Wenn Sie den ersten dieser riesigen Stromerzeuger erreicht haben, verlassen Sie die Straße und wandern auf dem halbrechts abzweigenden Schotterweg weiter.

Sie steuern auf weitere Windkrafträder zu und können bei klarer Sicht einen herrlichen Ausblick (577 m ü. NN) bis auf die Rhön im Osten und die Lahnberge im Westen genießen. Im Winter sollten Sie nun im Gefahrenbereich der Windkrafträder das Warnschild vor herabstürzenden Eisbrocken (Eiswurf) ernst nehmen.

Verwilderte Passagen am Ziegenrückskopf
Die Kreuzung auf der Kuppe des Goldenen Steinrücks passieren Sie geradeaus und folgen nun dem an Hecken- und Baumreihen verlaufenden Feldweg abwärts durch Felder und Wiesenauen. Sie wandern auf dem Hauptweg abwärts um einen Rechtsknick. Etwa 100 Meter weiter ist jedoch Aufmerksamkeit geboten. An einer Ruhebank unter Eichen biegen Sie scharf links ab und gelangen in den so genannten Heiligenwald. Diese Ruhebank bietet eine herrliche Aussicht und ist ein idealer Rastpunkt nach ca. 5,5 Kilometern.

Es geht nun wieder leicht aufwärts. Durch jungen Mischwald erreichen Sie nach etwa 500 Metern eine Kreuzung, die Sie geradeaus passieren. Etwa 60 Meter weiter ist erneut höchste Aufmerksamkeit geboten. Hier verlassen Sie den Hauptweg nach links und wandern auf einem etwas verwilderten Waldweg weiter. Nach 250 Metern stößt dieser Weg auf einen breiten Querweg. An dieser Stelle befindet sich ein kleiner Unterstand.

Sie biegen hier links ab und müssen bald erneut eine etwas verwilderte Passage an der Südflanke des Ziegenrückskopfes überwinden. Stets geradeaus kommen Sie aus dem Wald heraus und haben erneut einige Windkrafträder im Blickfeld. Am Waldaustritt folgen Sie dem Wanderweg um einen Rechtsknick und wandern nun stets am Waldrand weiter. In Höhe des zweiten Windkraftrades finden Sie einen neuen Wanderwegweiser vor, der Ihnen 3,1 Kilometer bis Dirlammen (rückwärtig 7,2 km bis Ulrichstein) angibt. Weiterhin weist der Wegweiser die Entfernungen nach Lauterbach (13 km) und nach Schlitz (28 km) aus, allerdings auf anderen Wanderwegen.

Auf der Zielgeraden nach Dirlammen
Sie gehen geradeaus weiter und biegen nach 500 Metern am Ende eines Tannenwäldchens rechts ab. Die Markierungen waren im folgenden Bereich offenbar starken Witterungseinflüssen ausgesetzt und sind kaum noch erkennbar (meist sind nur noch weiße Tafeln ohne Aufschrift zu sehen). Sie gehen nunmehr 530 Meter abwärts am Rande des Nadelwaldes und stoßen auf eine Kreuzung. Hier biegen Sie links ab und befinden sich nunmehr auf der Zielgeraden nach Dirlammen. Der Weg führt durch Wiesen und Weiden, Büsche und kleine Baumgruppen stets geradeaus auf die Landstraße L 3163. Hier ist das Etappenziel Dirlammen bereits in Sicht. Die Markierung ist hier etwas verwirrend angebracht. Folgen Sie hier der Landstraße bis in den Ort, den Sie in der Lauterbacher Straße erreichen. Über diese gelangen Sie in die Meicheser Straße, wo sich eine Bushaltestelle befindet (Anknüpfpunkt zur nächsten Etappe).

Wissenswertes: Dirlammen

Dirlammen ist Ortsteil von Lautertal und hat ca. 450 Einwohner. Das Dorf wurde erstmals 1138 und 1141 urkundlich erwähnt, ist jedoch als einer der ältesten Vogelsberger Siedlungsplätze bekannt. Davon zeugen die aus vorchristlicher Zeit stammenden Hügelgräber in den Wäldern des sagenumwobenen Ziegenberges, des Steigersberges und des Heiligenwaldes. Neben der schmucken Fachwerkkirche (Bild unten)  und anderen Fachwerkbauten fallen die zahlreichen Häuser und Hofreiten mit Holzschindeln in allen Farben auf. Unser Bild oben zeigt das Ortszentrum von Dirlammen.

Übernachtungsmöglichkeiten in Dirlammen sind uns nicht bekannt, jedoch besteht Einkehrmöglichkeit in der Gaststätte „Zur Krone“ (Tel. und Öffnungszeiten bisher unbekannt)

Verkehrsanbindung: Die Bushaltestelle der VGO bietet Verkehrsanbindung nach Lauterbach (Linie VB 24) und nach Herbstein (Linie VB 42). Fahrplanauskunft: www.rmv.de. Hier gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten aller Kategorien.

Empfohlene Wanderkarte:
Topographische Freizeitkarte Nr. 8 „Naturpark Hoher Vogelsberg“ 1:50.000
Herausgeber: Hessisches Landesvermessungsamt

Bahn:

Mit dem ÖPNV erreichen Sie den Startpunkt über den ICE-Bahnhof Fulda, von dort mit der Regionalbahn RE 35 (Richtung Gießen) bis Lauterbach-Nordbahnhof. Von dort weiter mit Buslinie 5153 Richtung Schotten bis Ulrichstein, Haltestelle Lindenplatz.Fahrplanauskunft: www.rmv.de

Übersicht Streckenaufteilung:

6100 Taunus-Rhön-Wanderweg – Übersicht

6101 Taunus-Rhön-Wanderweg – 1. Etappe Bad Nauheim – Steinfurth 5 km

6102 Taunus-Rhön-Wanderweg – 2. Etappe Steinfurth – Münzenberg 9 km

6103 Taunus-Rhön-Wanderweg – 3. Etappe Münzenberg – Kloster Arnsburg 6 km

6104 Taunus-Rhön-Wanderweg – 4. Etappe Kloster Arnsburg – Lich 4 km

6105 Taunus-Rhön-Wanderweg – 5. Etappe Lich – Nonnenroth 9 km

6106 Taunus-Rhön-Wanderweg – 6. Etappe Nonnenroth – Laubach 8 km

6107 Taunus-Rhön-Wanderweg – 7. Etappe Laubach – Grünes Meer 8 km

6108 Taunus-Rhön-Wanderweg – 8. Etappe Grünes Meer – Petershainer Hof 8 km

6109 Taunus-Rhön-Wanderweg – 9. Etappe Petershainer Hof – Ulrichstein 6 km

6110 Taunus-Rhön-Wanderweg – 10. Etappe Ulrichstein – Dirlammen 9 km

6111 Taunus-Rhön-Wanderweg – 11. Etappe Dirlammen – Lauterbach 9 km

6112 Taunus-Rhön-Wanderweg – 12. Etappe Lauterbach – Steinberg 7 km

6113 Taunus-Rhön-Wanderweg – 13. Etappe Steinberg – Schlitz 8 km

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert