TR 6101 Taunus-Rhön-Wanderweg – 1. Etappe

Von Bad Nauheim nach Steinfurth (5 km)

Der Taunus-Rhön-Weg beginnt an der Gleisunterführung wenige Meter rechts vom Bad Nauheimer Bahnhof. Am Ende der Unterführung überqueren Sie die Straße am sichersten an der Fußgängerampel und gehen nach links weiter.

Eine Wegübersicht finden Sie am Straßenschild „Am Goldstein“, wo Sie der blaue Ring nach rechts in den Goldsteinpark führt. Hier würden wir Ihnen empfehlen, den kurzen Abschnitt zum Goldsteinturm etwas abzuwandeln.

Folgen Sie der Straße weiter geradeaus bis zum Abzweig des Adlerweges und biegen Sie dort in den diagonal verlaufenden Fußweg (vor dem Dienstgebäude der OVAG) zum Goldsteinpark ein. Sie gelangen auf den Planetenweg, und zwar auf Höhe des Jupiter. Rechts, am Ende des kaskadenförmigen Wiesentreppe, erblicken Sie bereits den Goldsteinturm und auf dem Weg dort hin lernen Sie alle Planeten des inneren Sonnensytsems kennen. Der Saturn befindet sich übrigens direkt am Bahnhof.

Gleich „hinter der Sonne“ stehen Sie vor dem Goldsteinturm. An einer Infotafel ist zu lesen, dass sich die „Goldsteinfreunde“, ein anerkannt gemeinnütziger Verein, seit Juli 2011 dem Erhalt und der Pflege des Goldsteinparks verschrieben hat. Zu diesem Zweck werden Pflanzaktionen und andere Events für Groß und Klein veranstaltet.

Vom Goldsteinturm, einem über 100 Jahre alten Aussichtsturm, hat man einen herrlichen Blick über Bad Nauheim bis zum Johannisberg mit seinem gleichnamigen Restaurant.

Der Taunus-Rhön-Wanderweg ist Teil des Hessenweges Nr. 4

Durch die Salzwiesen und über den Eichberg

Vom Goldsteinturm gehen Sie nach rechts und gelangen an den Rand des Waldstücks. Sie gehen nach links (westlich) weiter. Sollten Sie mit Kindern unterwegs sein, ist ein Abstecher zum Waldspielplatz mit seinem Kristallturm links des Weges ein absolutes Muss.

Am Ende des Waldstück passieren Sie eine Kreuzung gerade aus und wandern zunächst parallel zur Bundesstraße B 3 und gehen anschließend nach rechts über die Straßenbrücke. Ein Stück verläuft der Weg an den Bahngleisen und über einen schmalen Pfad erreichen Sie den Gedenkstein zu Ehren von Heinrich Osswald (1885-1955), dessen Arbeit als Betreuer der Wetterauer Salzflora hier gewürdigt wird.

Zudem finden Sie hier eine Infotafel zu den „Salzwiesen von Wisselsheim“ und eine Rundbank, die sechs Personen Platz bietet (Koordinaten: N 50’22.584 – E 8’45.260)

WISSENSWERTES:

Wisselsheimer Salzwiesen

Nach etwa 1,5 Kilometern auf dem Taunus-Rhön-Weg stoßen Sie auf den Gedenkstein zu Ehren von Heinrich Oswald, (1885-1955), dessen Arbeit als Betreuer der Wetterauer Salzflora hier gewürdigt wird. Durch sein Wirken wurden die in der Talaue liegenden Wisselsheimer Salzwiesen 1982 unter Naturschutz gestellt. Hier gedeiht eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt.

Wie uns die Infotafel unmittelbar neben dem Gedenkstein erläutert, sind Salzwiesen so fern von der Küste eine Seltenheit. Im Binnenland treten sie nur dort auf, wo salzhaltiges Wasser bis an die Bodenoberfläche gelangt. Durch die tektonischen Verwerfungen zwischen Taunus und Vogelsberg kann das aus dem salzreichen Gestein des Untergrunds stammende Salzwasser aufsteigen. (Koordinaten: N 50’22.584 – E 8’45.260)

 

Der Pfad führt nun rechts steil abwärts und nach etwa 200 Metern zweigt der Salz-Wanderweg rechts ab. Sie gehen jedoch gerade aus weiter und können nun auch dem eingekreisten W (Wettertal-Wanderweg) folgen.

Sie durchwandern ein landwirtschaftliches Anwesen und finden eine weitere Infotafel zum Naturschutzgebiet Wisselsheimer Salzwiesen vor.

Über die Wetterbrücke gelangen Sie an die Löwenthaler Straße (K 173) und wandern auf dem Rad-/Fußweg in nördliche Richtung (nach links). Nach ca. 200 Metern überqueren Sie die Kreisstraße und gehen rechts die Straße „Am Eichberg“ hinauf.

Diese Zufahrtsstraße bringt Sie schon nach wenigen Metern auf einen Waldweg, der recht steil ansteigend und an einem Graben verläuft. Der Weg wird zum Pfad und auf Gipfelhöhe des Eichbergs marschieren Sie gerade aus über eine Wegekreuzung.

In nörlicher Richtung gelangen Sie an den Waldrand des Eichbergs, gehen ca. 100 Meter nach rechts und biegen dann nach links auf einem Wiesenweg zur Rosenschule Ruf hinab. Der Wanderweg im Abschnitt des Eichberges ist derzeit in einem üblen Zustand. Beim Aufstieg müssen umgestürzte Bäume überstiegen werden und vom Gipfel bis zur Rosenschule Ruf haben Wildschweine den Weg zerwühlt. Die Wegmarkierung hingegen ist tadellos.

Willkommen im Rosendorf Steinfurth

Von der Rosenschule Ruf folgen Sie dem Asphaltweg nach links und biegen nach 100 Metern wieder rechts ab. Das eingekreiste R markiert den Steinfurther Rosenweg, der ab hier mit dem Taunus-Rhön-Weg gleichauf verläuft. Sie passieren die Ranch des örtlichen Kleintierzuchtvereins und wandern auf einem Betonplattenweg in nördlicher Richtung weiter. Nach 400 Metern knickt der Weg nach rechts und nur 20 Meter weiter wieder nach links ab.

Eine Rundbank um eine junge Linde lädt zur Rast ein. Weiter auf dem Betonweg erreichen Sie nach ca. 500 Metern Steinfurth. Sie kommen in die Straße Am Dorngraben, folgen dieser nach links über die Kreuzung der Straße Am Amselfeld gerade aus in die Karlsbader Straße. Auch im tiefsten Winter finden Sie hier in den Vorgärten blühende Rosen.

Am Ende der Karlsbader Straße gelangen Sie in die Straße „Zum Sauerbrunnen“, gehen nach links weiter und nähern sich dem Dorfzentrum.

An der Abzweigung und in der Straße „Im Steckgarten“ (Anfahrtspunkt für Rettungsfahrzeuge: Forstamt Nidda FB-11) befinden sich eine Metzgerei, eine Bäckerei-Filiale und eine Getränkehandlung. Eine gute Gelegenheit zur Stärkung oder zum Provianteinkauf, die Sie nutzen sollten. Bis zum nächsten Ort Münzenberg werden Sie etwa zwei bis zweieinhalb Stunden unterwegs sein.

Unser Besuchertipp:

Im Namen der Rose

Im Jahr 2018 feiert Steinfurth im Rahmen seines beliebten Rosenfestes 150 Jahre Rosenanbau. Im Jahr 1868 brachte der Steinfurther Heinrich Schultheis von einer Wanderung durch England die Fertigkeit des Rosenanbaus mit in sein Heimatdorf und machte den heutigen Bad Nauheimer Stadtteil zur Wiege des deutschen Rosenanbaus. Mehr als 2 Millionen Rosen werden in Steinfurth jährlich produziert und in alle Welt verschickt. Auf Ihrem Weg durch Steinfurth lernen Sie ein gutes Dutzend Rosenschulen, Rosengärten und Anbaubetriebe kennen und einen noch tieferen Einblick in die Kulturgeschichte bietet Ihnen der 4,5 Kilometer lange Steinfurther Rosen-Wanderweg. Zu diesem gehört auch ein Besuch des Steinfurther Rosenmuseums. „Lassen Sie sich bezaubern vom Rosengarten der Kaiserin Josephine, von der Rose als Symbol der Liebe und als Muse der Schönen Künste“, heißt es in einem Prospekt der heimischen Rosenfreunde.

Hier die Kontaktdaten:

Rosenmuseum Steinfurth e.V.

Alte Schulstraße 1, 61231 Bad Nauheim

Tel. 06032-86001

www.rosenmuseum.com

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