1521 Auf dem Lutherweg (RP 1)

Von der Rheinfähre Landskrone nach Oppenheim (Bahnhof – 1,2 km)

Vom hessischen Kornsand erreicht der Wanderer auf dem Lutherweg mit der Rheinfähre Landskrone das Bundesland Rheinland-Pfalz. An der linksrheinischen Anlegestelle südlich von Nierstein findet sich eine Infotafel zum Lutherweg, auf der erklärt wird, dass Luther im April 1521 wahrscheinlich mit einer Fähre bei Oppenheim übersetzte. Da sich der Rheinlauf in der Vergangenheit mehrfach verlagerte, änderte sich auch die Lage der Fähre. An der heutigen Stelle befindet sie sich erst seit Beginn des 18. Jahrhunderts. Aus der Tafel geht hervor, dass sie sich von 1373 bis 1698 in Oppenheim an der Ecke Rheinstraße/Emondstraße befand.

Weiterhin ist auf der Tafel folgendes zu lesen (O-Text): Die letzte Nacht vom 15. auf den 16. April 1521, vor seinem schweren, ungewissen Gang nach Worms, verbrachte Martin Luther in Oppenheim, im Gasthaus „Zur Kanne“. Einer Legende nach brachte er hier seine Gedanken, Ängste und Hoffnungen bei einem Krug „vom guten Niersteiner Wein“ zu Papier. Der „gute Niersteiner“ soll Martin Luther an diesem Abend auch zu dem Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ inspiriert haben. Ein Lied, das bis in die heutige Zeit für den Protestantismus von großer Symbolkraft ist. Probieren Sie bei Ihrem Besuch den guten Niersteiner Wein! Sie werden bestimmt daran zweifeln, ob dies wirklich nur eine Legende ist… (O-Text ENDE).

An der Anlegestelle finden wir die Standortplakette NIE.085.1 auf 89 Metern Seehöhe (UTM 32 U 453442/5523824). Der Wegweiser zeigt 1,7 km nach Oppenheim, 4,4 km nach Dienheim und 10,4 km nach Guntersblum an. Zum Ortszentrum Nierstein (als Zubringerweg mit gelb umrandeter Markierung) sind es 1,9 km und zum Niersteiner Bahnhof 1,1 km. Rechtsrheinisch führt der Weg über Kornsand nach Trebur weiter.

Freunde asiatischer Küche können sich vor dem Start auf dem Lutherweg in Rehinland-Pfalz im China-Restaurant „Dynastie“ stärken (Tel. 06133-573921). In Höhe der Rettungswache Nierstein verläuft der Rhein in einem Bogen in östlicher Richtung. An einem wahrscheinlich künstlich angelegten Seitenarm wandern wir in den Oppenheimer Hafenbereich und passieren dabei eine Bootstankstelle.

In diesem ruhigen Gewässer können wir viele Stehpaddler beobachten. Eine Infotafel mit Stadtplan von Oppenheim weist auf die besonderen Sehenswürdigkeiten der „Historischen Stadt am Rhein“ hin.

Wir befinden uns auf dem Betriebsgelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oberrhein und gelangen nun an die Fährstraße.

An dieser gehen wir nach rechts weiter und überqueren die Bundesstraße B 9 (Hafenstraße).

Danach kommen wir in den Oppenheimer Bahnhofsbereich und nutzen die Gleisüberbrückung, die für Gehbehinderte auch einen Aufzug anbietet. Dann haben wir schon den Standort Nr. NIE.021.1 erreicht.

Wie der Standort am Startpunkt an der Rheinfähre liegt er auf 89 Höhenmetern (UTM 453857/5522906). Bis zur Altstadt sind es 0,6 km, bis Dienheim 3,3 Km und nach Guntersblum 9,3 km. Zurückgelegt haben wir von der Rheinfähre 1,2 km. Trebur ist11,4 km entfernt.

Auf der Luthertafel finden wir hier auf dem Oppenheimer Bahnhofsgelände zunächst ähnliche Angaben wir an der Rheinfähre. Hinzufügt wird hier jedoch, dass er in Oppenheim Schutz und Beistand durch den Oppenheimer Reichsherold Kaspar Sturm fand. Eine Delegation von Unterstützern um den Ritter Franz von Sickingen versuchte hier, Luther von seiner Überzeugung abzubringen, seine Thesen vor Kaiser und Reichstag zu verteidigen.

Zum Thema Reformation finden wir auf dieser Tafel folgende Erklärung (O-Text): Oppenheim zählte etwa 5.000 Einwohner, als der pfälzische Kurfürst Ottheinrich die Reformation 1556 dort einführte. Blieb die Katharinenkirche zunächst noch unangetastet, so fielen 1565 dem von seinem Nachfolger Friedrich III. angeordneten Bildersturm alle Seitenaltäre. Bilder, kirchliche Geräte und Teile der Fenster zum Opfer. Leere Podeste zeugen von den einst an den Säulen stehenden Heiligenfiguren. Aus der Folgezeit stammen mehrere Fenster mit Luther-Szenen sowie Episoden aus dem Dreißigjährigen Krieg. (O-Text ENDE)

Infos zum Lutherweg: www.lutherweg-1521.de

Tourismus Rhein-Selz:

Tourismus Service Center (TSC) der Verbandsgemeinde Rhein-Selz

Projektbüro Lutherweg 1521

Sant‘ Ambrogio-Ring 33, 55276 Oppenheim, Tel. 06133-4901 333,

www.tourismus-rhein-selz.de

 

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