Auf dem Märchenlandweg (Abschnitt Fuldabrück)

Von Dennhausen nach Dittershausen

Unser Startpunkt zu dieser Etappe ist die barocke Dorfkirche in Dennhausen. Sie wurde 1730 erbaut. Zur Baugeschichte erfahren wir auf einer Infotafel, dass die schlichte Saalkirche aus Sandstein im Laufe der vergangenen 289 Jahre im Grundriss nicht verändert wurde. Zuvor soll es eine kleinere Vorgängerkirche gegeben haben.

Der Märchenlandweg verläuft auch in diesem Abschnitt nahezu vollständig gleichauf mit dem Radfernweg R1. Gegenüber der Kirche führt der Weg auf dem Märchenlandweg zunächst nach rechts weiter durch das Dorf. Nach links gelangt man wieder auf den R1 und hat einen kürzeren Weg zum Fulda-Ufer.

Nebem dem geschwungenen M, der Markierung des Märhcnelandweges, finden wir ein weißes + und ein weiteres Zeichen des HWGHV (siehe Foto).

Auf einem Asphaltweg durchwandern wir eine Straßenbrücke. Wiesen, Weiden und einige Bäume säumen den Wegrand in ebenem Gelände.

Am linken Wegrand bietet sich dann eine nette Einkehrgelegenheit unweit des Fuldaufers. „Käpt Tom“ macht einen urgemütlichen Eindruck. Hier gibt es nicht nur Bratwurst und Pommes, sondern auch Flammkuchen (6 Euro). Inhaberin Jutta Hoppe will ihr Angebot an Speisen künftig noch erweitern. Für 3 Euro können Biertrinker unter 0,4 Liter König Pilsner und Licher 1854 natürtrüb auswählen. Für 3,50 gibt es Benediktiner Weißbier und die 0,3-Liter-Flasche Bitburger kostet 2,20 Euro (Stand Juni 2019).

Leider fehlte mir die Zeit für eine Einkehr. Am nächsten Schilderpfosten findet man eine Plakette zur Radfernweg R1, der die Position „R1 -137“ angibt. Wenige Schritte weiter finden wir wieder eine Infotafel zum Märchenlandweg.

An jener Stelle einst eine Furt durch die Fulda. Aufgrund des felsigen Untergrundes und des niedrigen Wasserstandes konnten Pferdewagen mit dem Heu der Fuldawiesen und anderen Lasten die Fulda durchqueren. Wie uns das Infoschild vermittelt, war die Durchfahrt nicht ungefährlich. Kam ein Gefährt von der Unterwasserpiste zu weit ab, konnte es leicht von der Strömung erfasst werden und umkippen

Wenige Minuten später erreichen wir die Dittershäuser Fuldabrücke. Davor befindet sich eine nette Rastgelegenheit mit einer weiteren Tafel des Märchelandweges (Fuldbrück histroisch), die das grausame Schicksal der standhaften Elisbeth im 16. Jahrhundert erläutert.

Man sollte sich die Zeit nehmen, diese Geschichte zu lesen.

Hinter diesem Rastplatz finden wir einen Pfeilerrest der ersten gemeindeeigenen Fuldabrücke, die 1927 erbaut und am 17. Mai 1943 durch die Flutwelle nach den Fliegerangriffen auf die Edertalsperre zerstört wurde.

Unweit vom Fuldaufer gibt uns ein Wegweiser Orientierungshilfe. Wur befinden uns 25 Kilometer von Melsungen und 13 Kilometer von Kassel. Auf dem R1 ist Guntershausen (3,0 km) der nächste Zielort.

Wir folgen dem Symbol des Märchenlandweges in Richtung Dorfmitte. Eine schmucke Fachwerkirche kommt ins Blickfeld.

In der Dorfmitte finden wir einen Erinnerungsstein an die Flutkatastrophe am 17. Mai 1943, ausgelöst durch die Zerstörung der Edertalsperre durch ein britisches Bomberkommando.

An diesem Stein zeigt eine Markierung an, bis wohin das Wasser damals anstieg.

An diesem Punkt verlassen wir vorläufig den Märchenlandweg, der sich nun auch vom Radfernweg R1 trennt (Punkt R1-138). Eine Fortsetzung dieser Tagestour folgt auf dem R1 nach Guntershausen.

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