D-35745 Im Lahn-Dill-Bergland unterwegs

Die Wanderstrecke der Wanderfreunde Herborn 2019

Etwas ratlos standen wir auf einem großen Parkplatz des Werksgeländes Junostraße 1 in Herborn-Burg. Wo ist denn nun der Startpunkt zur 38. Internationalen Volkswanderung der Wanderfreunde Herborn? Gut, dass andere eintreffende Wanderer den Weg zum Start wussten. Er führte durch die Unterführung zur Bahnstation Burg-Nord, dann zu einem flachen Gebäude, das mit keinerlei Kennzeichnung versehen war. Hier ging es los.

Als Startpunkt eignet sich für Nachwanderer also die Bahnstation Herborn-Burg Nord. Von dort geht es über die Dill-Brücke und dann nach rechts etwa 300 Meter der Straße am Dillufer weiter.

Dann geht es nach links in den Wald. Hier die leider wtas unscharfe Karte: Gelb ist dir 5-km-Runde eingetragen, rot die 10-km-Runde, blau der Abzweig der 20 Kilometer.

Noch im Gleichlauf mit der 5-km-Runde ging es nun kräftig bergauf. Mein Wanderkamerad Frank und ich waren uns einig: Was hätte das für einen Proteststurm bei einer EVG-Wanderung gegeben. Das waren locker mal mehr als 100 Höhenmeter gleich auf dem ersten Kilometer. Beim IVV/DVV scheint man solche Anstiege gewöhnt zu sein.

Das Wetter war nach einigen Tagen Frühling mehr als übel, aber nicht so schlimm, wie es in den Wetterberichten voraus gesagt wurde. Zwischen Sturm und Regen kam immer wieder mal die Sonne durch und am Ende war es sogar richtig angenehm.

Die Vegetation ließ am 10. März 2019 noch nichts von Frühling erahnen. Die Bäume noch kahl, der Himmel grau, nur die dicken Moosballen bringen etwas Farbe ins Spiel.

Auf Gipfelhöhe verzweigen sich die Wege vor einer Ruhebank. Es geht links weiter und bald genießen wir einen Ausblick auf… ja, worauf denn? Könnte das Burg sein? Nicht so wichtig.

Auf dem weiteren Weg staunen wir über Moos überzogene Bäume und Wurzeln. Dann erwischt uns ein kräftiger Regenschauer. Aber wie gerufen erblicken wir einen Pavillon auf einer Kuppe und flüchten uns unter das schützende Dach.

Hier Könnte man einen schönen Ausblick haben. Nicht aber bei diesem Wetter. Der Pfad zum Pavillon führt auf den Hauptweg zurück und dann geht es ein Stück ohne große Anstrengung weiter.

Pudelnass erreichen wir dann den Kontrollpunkt eins unter einem Schuppen am Waldrand. Ein Brötchen mit bester Hausmacher Leberwurst – dann gleich weiter, weil der Regen etwas nachlässt.

Wir unterqueren eine mächtige Talbrücke und freuen uns über das erste Blau am Himmel. Erstaunlich, wie sehr sich die Landschaft verändert, wenn die Sonne die Wälder in ein ganz anders Licht taucht.

Bald marschieren wir auf einem Aspahlteg weiter und stellen anhand der Markierungen fest, dass wir uns auf dem Dillhöhenweg (D) und dem Herborner Ruindweg H4 befinden.

Der K1 lag bei km 3,5 und nach nur weitern 1,8 km war schon der zweite Kontrollpunkt erreicht. Hier gab es keinen großen Aufenthalt. Ein kurzer Small-Talk mit dem wetterfesten K-Team, und weiter ging es.

„Betreten verboten“ war auf dem folgenden Parkplatz vor einem prächtigen Anwesen zu lesen. Dann folgte die Streckenteilung. Bei diesem Sauwetter wollten wir nicht auf die 21-km-Runde gehen, zumal der Wetterbericht noch mehr Sturm und Regen angekündigt hatte.

An der Streckenteilung stoßen wir auf einen Wegweiser des Westerwaldsteeiges, dem wir auf den nächsten Kilometern folgen sollten. Hier sind folgende Entfernungen angegeben: Nach rechts Herborn-Burg 1,8 km, Herborn 4,4 km (Bahnhif 4,8 km). Nach linkes Vogelpark Uckersdorf 1,4 km, Uckersdorf 2,3 km und Breitscheid 11,4 km.

Würden wir dem Westerwaldsteig folgen, könnten wir also wesentlich schneller zum Startpunkt zurück gelangen. Aber das war ja nicht der Sinn der Sache. Wir durchwandern einen Wiesengrund, der offenbar dem selben Besitzer wie das soeben passierte Herrenhaus gehört (Betreten verboten).

Dann geht es wieder kräftig aufwärts ind dne Wald. Hier ist der Gipfelpunkt jedoch schnell erreicht und nach wenigen Minuten erreicht wir einen Golfplatz. Hier wird vor fliegenden Bällen gewearnt. Zum Glück aber waren keine Golfer bei diesem Wetter zu sehen.

Am Ende des Golfplatz-Gelöndes kmickt der Weg rechts ab. Auf einer alten stillgelegten Landstraße laufen wir dem Ziel entgegen. Die Pfützen bieten uns Gelegenheit, die Schuhe zu säubern. Dann kommen auch schon die Werksgebäude der Firma Juno in Sicht.

Wieder hat sich gezeigt, dass sich weitere Wege lohnen. Man will ja mal auch andere Landschaften als die in Wetterau und Oberhessen sehen. Und die Strecke war toll. Für das Wetter kann der Veranstalter nichts.

Kontaktanschrift Wanderfreunde Herbron e.V.

Andre Gabriel, Postfach 1203, 35722 Herborn

Oder Herbert Moos, (Anschrift s.o.), Tel. 02772-41806

www.wanderfreunde-herborn.de

info@wanderfreunde-herborn.de

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