D-59964 Wanderferiendomizil Titmaringhausen

Am Ende der Straße

Umringt von hohen Bergen liegt die zu Medebach gehörende kleine Gemeinde Titmaringhausen. Ein Vielzahl attraktiver Wanderwege führen durch den idyllischen Ort am Fuße des Höhen Pön. Für Autofahrer endet hier die Straße, Wanderer können in allen erdenklichen Richtungen weiter marschieren.

Der Wendeplatz ist der Mittelpunkt des auf 504 Metern Seehöhe liegenden Dorfes mit nur 190 Einwohnern. Dort hatten wir mit dem Gasthaus „Zum kühlen Grund“ eine hervorragende Unterkunft mit gut bürgerlicher Küche gefunden. Bei 5 Teilnehmern zahlten wir für die Ferienwohnung zum Zeitpunkt des FIS-Weltcup Skispringens 2018 auf der Mühlenkopfschanze jeweils 75 Euro für drei Übernachtungen in einer angenehmen und geräumigen Ferienwohnung mit Raucherbalkon.

Dem Besucher von Titmaringhausen wird unter anderem ein Besuch der 1623 erbauten und erst in jüngster Zeit renovierten St. Antoniuskirche empfohlen.

Ebenso sehenswert ist das Fachwerkensemlbe Fresenhof (erbaut 1708) mit seinem Speicher (1658), das nur wenige Schritte vom zentralen Wendeplatz entfernt liegt.

Der Willkommenstext an einer Infotafel im Dorfzentrum verweist auf viel Sinn für Tradition und Dorfgemeinschaft. Neben den genannten Sehenswürdigkeiten ist man hier auch stolz auf den schönen kleinen Park mit Spielplatz in der Dorfmitte, einen Sportplatz, Grillplatz, Angelteich und Tretbecken. So empfiehlt man sich gerade für Familien, die gerne zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, als ideales Feriendomizil.

Nicht so ganz optimal ist die Auswahl dieses Dorfes für Besucher des Skispringens. Obwohl die Mühlenkopfschanze nur wenige Kilometer Luftlinie (!) entfernt liegt, kommt die Fahrt mit einem Taxi sehr teuer. Dier Preise lagen bei 25 bis 35 Euro, einige Taxi-Unternehmen wollten beim Skispringen die Gunst der Stunde nutzen und verlangten sogar 65 Euro. Den günstigsten Preis boten die Taxi-Unternehmen mit Allrad-Fahrzeugen an, weil diese auch bei winterlichen Verhältnissen eine kürzere Route über die Ostflanke des Krutenbergs und anschließend über Usseln fahren konnten.

Öffentliche Verkehrsmittel von Titmaringhausen nach Willingen sind schon an Wochentagen spärlich, am Wochenende kaum in Betrieb. Auch der Bus muss die Berge im Bereich der Südwestfälisch-Hessischen Grenze weitfräumig umfahren.

Zu Fuß benötigt man über Teile der Rundwanderwege T2 und U1 etwa eine Stunde bis zur Mühlenkopfschanze. Allerdings ist dabei eine Gipfelhöhe von 689 m ü. NN im Bereich der Landesgrenze (ca. 180 Höhenmeter) zu überwinden. Und das fiel unserer Gruppe bei etwa 10 Zentimetern Neuschnee gar nicht so leicht.

Die Wanderwege um und durch Titmaringhausen:

X 25 – Der Hunauweg

Ein Wanderweg über 81 Kilometer von Finnetrop nach Korbach. Stationen: Finnetrop Bahnhof – Elsmecke – Bad Fredeburg – Hunau – Niedersfeld – Titmaringhausen – Oberschledorn – Korbach Bahnhof.

Auf dem Kopf stehende T: Bezirk Astenberg (Sauerländischer Gebirgsverein)

Verbinungsweg über 7 Kilometer von Titmaringshausen über Steimel – Düdinghausen – Ziegenknapp nach Oberschledorn.

Medebacher Bergweg: Dieser Weg führt den Wanderer durch die sonnenverwöhnte „Medebacher Bucht“, die man deshalb auch „Toskana des Sauerlandes“ nennt. In der sehr empfehlenswerten Wanderkarte der Ferienregion Medebach wird der Weg wie folgt beschrieben (ZITAT): Schmale Pfade winden sich durch dichte Wälder, erklimmen die von Kreuzwegen und Kapellen geschmückten Berghöhen, schlängen sich entlang munterer Bächlein, kreuzen geschichtsträchtige Orte und enden immer wieder in pittoresken Fachwerkdörfern. (ZITAT ENDE). Im Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht sind zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Mehrfach wurde diesem Wanderweg das Prädikatssiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ verliehen. Allerdings wird auch ein gewisses Maß an Kondition vorausgesetzt. Auf 66 Kilometern wollen 1.620 Höhenmeter überwunden sein.

Für den Sauerland Höhenflug steht das H-Symbol mit dem geschwungenen Verbindungsstrich. In Titmaringshausen finden wir dieses Symbol auf schwarzem Untergrund, mit dem ein Zuweg gekennzeichnet ist. Der Hauptweg ist gelb markiert und der gleichnamige Rundweg rot.

Der Rothaarsteig ist wohl der älteste und bekannteste Fernwanderweg, der durch Titmaringshausen führt. Am Wendeplatz findet man tatsächlich die Markierung des Hauptweges. Die Grafik lässt sich mit einem nach links gekippten R beschreiben.

T1, T2, T3 und T4: Mit einem T sind vier örtliche Rundwanderwege markiert. So wie das T für die Rundwanderwege um Titmaringshausen steht, findet man in den Nachbargameinden beispielsweise das U für Usseln, das R für Referingshausen oder das W für Willingen. Diese Wanderwege lassen sich hervorragend kombinieren und zu attraktiven Tageswanderungen ausarbeiten. Dazu sollte man jedoch auf alle Fälle im Besitz der bereits erwähnten Wanderkarte der Ferienregion Medebach (1:25.000) sein (ISBN 978-3-86636-917-7

Sie ist für 4,- Euro erhältlich bei:

Touristik-Gesellschaft Medebach mbH

Marktplatz 1

59964 Medebach

Telefon 02982-9218610

www.medebach-touristik.de

info@medebach-toursitik.de

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