A-8873 Auf Tour in den Nockbergen (5)

Von Döbriach nach Starfach

Erlebnisbericht vom 14. August 2013 – nachbearbeitet im Dezember 2017

Es sollte der Domitian-Pilgerpfad sein, auf dem wir am 3. Tag unserer Tour durch die Nockberge von Döbriach nach Millstadt wandern wollten. Leider aber machten uns Wegesperrungen einen Strich durch die Rechnung. Der rot (mittelschwer) markierte Aufstieg nach Matzelsdorf wurde nach den vorabendlichen Wolkenbrüchen gesperrt, andere Passagen wegen Waldarbeiten. So mussten Ödi, Schorsch und Gerd immer wieder alternative Routen finden. Am Ende aber kam eine recht attraktive Tour zustande, die direkt am Ufer des Millstädter Sees ihr Ende fand. Die geplante Rückfahrt mit dem Boot fiel jedoch ins Wasser. Der letzte Ablegetermin wurde knapp verpasst.

Zum Domitian-Pfad:

Der Domitian-Pilgerweg weist sechs Stationen christlich-kultureller Denkmäler innerhalb der Gemeinde Millstadt auf. Einschließlich der Besichtigungen sollten laut oben stehendem Plan 7 bis 8 Stunden eingeplant werden, gutes Schuhwerk mit Profilsohlen wird empfohlen. Auf der Infotafel heißt es: Auf dem Weg zieht man an traumhaften Aussichtspunkten und lieblichen Bächen vorbei und geht über Wiesen, durch Felder, schattige Waldwege und idyllische Orte am Hochpleateau. Ausgewählte Psalme geben diesem Weg einen Pilgercharakter und dem Wanderer einen Denkanstoß sowie zusätzliche Kraft.

Infolink: www.domitianweg.at

An der Statue des Heiligen Domitian am Seeufer von Millstadt erfuhren wir erst, dass es sich nicht – wie von uns zunächst angenommen – um den römischen Kaiser Domitian (Titus Flavius Domitianus) handelte. Der sagenumwobene Gründer von Millstadt lebte um das Jahr 800 und soll – nachdem er zum Christentum konvertierte – der Legende zufolge 1000 heidnische Statuen (Milie Statuae) in den See geworfen haben. Davon soll der Name „Millstadt“ herrühren. Die Statue ist ein Werk von Prof. Giorgio Igne (Sacile/Friaul) aus dem Jahr 1994.

Die erste Etappe: Döbriach – Starfach (Nr. 72 + 76)

Startpunkt Marktplatz Döbriach

Koordinaten: N 46 Grad 46.928 – E 13 Grad 39.473

Vom Marktplatz gehen wir links am Gasthof „Zur Post“ und später am Kirchenwirt vorbei. Wir stoßen auf zahlreiche Wegweiser und finden das Symbol des Domitianweges, der zunächst gleichauf mit dem Wanderweg Nr. 72 verläuft. Für unser erstes geplantes Etappenziel werden 1 Stunde und 15 Minuten vorausgesagt. Doch dieser Plan wurde aufgrund der erwähnten Wegesperrung verworfen. Somit wurde das Dorf Starfach (45 Minuten) zum Etappenziel Nr. eins.

Wir passieren die St. Ägidius-Kirche, wenden uns nach links und folgen dann der Straße durch eine Unterführung. Auf der Römerstraße geht es nach einer Doppelkurve kräftig aufwärts. Wir passieren die Firma Obweger Haus und überschreiten eine Bachrücke. Der ursprünglich geplante Wanderweg nach Matzelsdorf führt bei Haus Nr. 8 halbrechts in den Wald. Wegen der Sperrung gehen wir gerade auf der Kleinstraße weiter Richtung Starfach. Die Straße führt uns an die Hauptstraße am Seeufer zurück. Die erkämpfte Höhe ist somit wieder verloren. Vor der Hauptstraße finden wir wieder einen Wegweiser. Auf dem Weg Nr. 76 sind es noch 20 Minuten (blau markiert = leicht) is Starfach. Wir schauen auf unser GPS und lesen vor dem Aufstieg 610 Höhenmeter ab.

Wir gehen vor der Hauptstraße nach rechts und folgen dem Strimizenweg aufwärts. Schon nach wenigen Minuten haben wir 60 Höhenmeter am Ortsschild von Starfach überwunden. Es geht aber noch viel weiter aufwärts. Ein Blick zurück auf Döbriach und den Millstädter See lohnt sich jetzt schon.

Am Haus Krußnitzer vorbei geht es bald um 20 Prozent aufwärts. Man kommt ganz schön ins Schwitzen, obwohl es heute erstmals seit Wochen angenehm kühl ist. Als die Kuppe mit Telefonzelle und Infotafel endlich erreicht ist, zeigt unser GPS bereits 706 Höhenmeter und 2,0 Kilometer an. Hier ist der Anknüpfpunkt zur nächsten Etappe auf dem so genannten „Gritzenweg“.

Weiter im Teil 6.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.