3 -17-01 Von Kaub nach Sauerthal

TIPP: Für Wanderer auf Europäischen Fernwanderwegen ist der Kompass-Wanderführer „Auf Tour in Europa“ von Hans-Jürgen Gorges (ISBN 3-8134-0338-6) ein unerlässlicher Wegweiser. Alle elf bisherigen Europa-Fernwanderwege sind hier in Etappen aufgegliedert und mit Hinweisen zur jeweiligen Landschaft versehen.

Von Kaub am Rhein nach Ransel (10 km)

Ein Bummel durch die Blücher- und Elslein-Stadt Kaub lohnt sich. Der Startpunkt ist die Anlegestelle der Rheinfähre, von der Sie sich zunächst einmal die imposante Inselburg Pfalzgrafenstein betrachten sollten. Wenn Sie sich umdrehen, erblicken Sie hoch über der Stadt die Burg Gutenfels, die im Jahre 1504 einer 39-tägigen Belagerung im Bayrischen-Pfälzischen Erbfolgekrieg widerstand und daher ihren Ehrennamen erhielt. Aus dieser Zeit ging die Sage um die mutige Geschützgießertochter ‚Elslein von Kaub‘ hervor.

Weiter links am Rheinufer steht das Denkmal des Feldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher, der hier zum Jahreswechsel 1813/14 in sechs Tagen 50.000 preußische und russische Soldaten mit 15.000 Pferden und 182 Geschützen zur letztendlich erfolgreichen Schlacht gegen Napoleon über den Rhein führte. Der erste Abschnitt führt Sie über zwei recht anstrengende Erhebungen an die Sauerburg.

Start in Kaub

Ihr Startpunkt ist der Anlegepunkt der Fähre Bacharach – Kaub. Sie überqueren die B 42 und gelangen durch die Bahnunterführung in die Zollstraße. Dort biegen vor der Gaststätte „Kauber Treff“ nach rechts ab. In der Zollstraße passieren Sie das Gasthaus „Beim alten Zollhaus“, in dem während des Rheinübergangs 1813-1814 der Chef des Generalstabes der schlesischen Armee, Graf Neidhard von Gneisenau, wohnte. Sie folgen der Zollstraße weiter um den Dicken Turm (1845-47 als südliches Bollwerk erbaut, auch Diebsturm genannt) und biegen dann nach links in die Adolfstraße ein. Durch das Volkenbachtal Sie folgen der Adolfstraße bis zum Ortsausgang, passieren dabei das CVJM-Haus Elsenberg und das „Schwätz-Plätzchen“.

Nach dem Haus Nr. 70 (Privatpension) kommen Sie auf die so genannte Alte Loreley-Burgenstraße, die stetig, aber nicht sonderlich steil durch das Volkenbachtal ansteigt. Sie passieren den alten Barbarastollen mit seinen Schieferhalden und das verschlossene Tor zum Ernestineschacht. Gegenüber befindet sich ein kleiner Grillplatz mit einer Anfahrtsstelle für Rettungsfahrzeuge. Sie wandern am Parkplatz des Tennisclubs vorbei und erreichen nach 3,2 Kilometern vom Start den Waldparkplatz „Am Sauerberg“. Hier befindet sich die zweite Anfahrtsstelle für Rettungsfahrzeuge (Markierung RP 309). Sie müssen die Kleinstraße allerdings schon einige Schritte vor diesem Waldparkplatz nach rechts verlassen. Der ansteigende Pfad erreicht nach 120 Metern eine Kreuzung, die Sie geradeaus passieren. Nach weiteren 200 Metern kommen Sie aus dem Wald heraus und gehen geradeaus am Hofgut Sauerberg vorbei. Die Sauerburg kommt ins Blickfeld und gibt Ihnen bei der nächsten Kreuzung die Richtung an. Der Weg bringt Sie teilweise sehr steil hinab an die Zufahrtsstraße zur Burg. Der E 3 verläuft hier weiter geradeaus, noch steiler abwärts. Wir empfehlen Ihnen an dieser Stelle jedoch einen kleinen Abstecher zur Sauerburg (etwa 150 Meter nach rechts). Der E 3 verläuft auf steilem Pfad (ca. 700 Meter) in den Ort Sauerthal. Vor dem ersten Wohnhaus gelangen Sie im „Zick-Zack“ auf die Burgstraße, die Sie nach rechts bis zur Dorfkirche hinab wandern.

Information:

Verkehrsamt Kaub am Rhein

Schulstraße 12

56349 Kaub

Tel. 06774-222

e-Mail: verkehrsamt@kaubamrhein.de

www.kaubamrhein.de

Hinweis: Diesen Beitrag hat Gerd Baumung im Jahr 2006 für das damalige Wanderportal yabadu.de geschrieben. Nach der Verschmelzung dieses Portals mit outdoor-active.com waren alle seine über 200 Beträge zunächst einmal verschwunden. Leider gingen auch die Daten auf dem heimischen PC durch einen Virus verloren. Durch Zufall fanden wir nun immerhin den ersten Teil der Reihe „Auf dem E 3 vom Rhein an die Fulda“ irgendwo im Internet wieder. Auch die Bilder von Gerd Baumung konnten re-kopiert und somit „gerettet“ werden, wenn auch stark verkleinert und nicht in ursprünglicher Qualität.

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