03-26-28 Von der Lausche nach Dolni Svétlá

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Abstieg über Chata Luz

Höhendifferenz 330 Meter (abwärts) 793-463 m

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Wegbeschaffenheit: Nur auf 400 Metern grober Basaltschotter, ansonsten angenehm.

Markierung: Rotes Band

Empfohlene Wanderkarte: Cránená Krajinná Oblast (CHKO) Luzické Hory 1:25.000, Prirodni Park Zitavske Hory (Lausitzer und Zittauer Gebirge), ISBN: 978-80-7506-013-6

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Wenn Sie vom Gipfel der Lausche zurück zum E 3 wandern wollen, sollten Sie sich genau vergewissern, auf dem richtigen Pfad zu sein. Vom Gipfel führen mehrere Pfade abwärts, aber nur einer zurück auf den E 3. Vom Gipfelplateau biegen sie am Betriebsgebäude zum Sendemast (Betreiber unbekannt) rechts ab und achten auf das rote Dreieck. Ist das gefunden, kann nichts mehr schief gehen.

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Wie beim Aufstieg wandern Sie die Serpentinen hinab und erreichen nach zehn Minuten etwa wieder den Abzweig vom E 3. Sie folgen dem Wegweiser (Luz ODB. K Vrcholu) nach links, zum nächsten Etappenziel Chata Luz (0,5 km). Der Weg mit grobem Basaltschotter ist nicht angenehm zu gehen. Aber nach 300 Metern bietet sich links im Nadelwald ein Parallelpfad an. Auch dieser bringt Sie schnell nach Chata Luz. Das erste, was Ihnen in den Blick kommt, ist ein hässliches altes Betriebsgelände mit einem etwa 10 Meter hohen Schornstein. Dieser verpestet nicht selten die ganze Umgebung mit seinem beißenden Qualm.

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Vor diesem Betriebsgelände finden Sie eine Wandertafel, unzählige Wegweiser und das Gasthaus Horska Chata. Der E 3 führt hier nach links weiter. Chata Luz, was immer es bedeutet, lernen wir als kleine Ansiedlung mit mehreren pittoresk anmutenden Gaststätten (Bauden) und Pensionen kennen. Wir kehrten in der Luzicka Bouda ein und fühlten uns im Gastraum (bei freundlicher Bedienung) wie in einer Puppenküche.

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Auf dem Weg dorthin konnten wir die märchenhaften Werke eines Schnitzkünstlers (Rübezahl-Darstellungen u.a.) bestaunen.

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Am Ende der Siedlung passieren wir einen kleinen Teich und sehen gegenüber einen Feuerplatz mit mehreren Infotafeln. Wer sich die Zeit nimmt, alles zu lesen, ist anschließend Experte zur Flora und Fauna, Volksarchitektur, Geschichte und Geologie im Lausitzer Gebirge.

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Unser Weg führt in gleich bleibender Richtung leicht abwärts und bequem. Nach zehn Minuten erreichen wir den geschichtsträchtigen Grenzübergang „Die Wache“. Ein Gedenkstein vor dem Hotel „Rübezahlbaude“ erinnert daran, dass über diesen Grenzübergang (Wortlaut) „Nach Kriegsende im Jahre 1945 Sudetendeutsche aus ihrer seit Jahrhunderten angestammten Heimat jenseits der Grenze vertrieben wurden“.

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Der riesige geschnitzte Wegweiser mit der Rübezahl-Figur wird besonders bei Kindern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. An der „Wache“ trennen wir uns auf dem E 3 von der Grenze zu Deutschland bzw. Sachsen und biegen nach rechts ab.

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Es geht weiter leicht abwärts und am Ende des Waldes marschieren wir auf Betonplatten. Infotafeln klären uns am Wegrand zu laufenden Umweltschutzmaßnahmen auf (Naturdenkmal Brazilka – Revitalisierung eines Flächen-Mosaiks aus Feuchtwiesen, Heiden und Wasserflächen, das bis 1988 gnadenlos entwässert wurde) und bald ist der große Parkplatz des Dorfes Dolní Svétlá erreicht.

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Hier an der Wandertafel biegen wir nach rechts ab und passieren die Pension/Restaurace „Celnice“, offenbar die einzige ständig betriebene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit vor Ort. Aus Neugier wollten wir eigentlich in das wenige Schritte weiter folgende „Schmeling Haus“ mit dem Plakat des Boxers Max Schmeling einkehren. Doch trotz einer außen stehenden Angebotstafel bekamen wir „nix Restaurace“ zu hören. Inwieweit dieses Haus mit dem großen deutschen Boxer-Idol in Verbindung steht, konnten wir nicht herausfinden.

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Nur ein paar Hundert Meter weiter gelangen wir zum Endpunkt dieser Etappe an der Abzweigung nach Nova Hut. Auch hier steht ein Gasthaus (Stara Hospada), das offenbar nicht mehr oder kaum noch in Betrieb ist. Immerhin besteht hier eine Parkmöglichkeit, die wir als Zwischenstation bei unseren E-3-Wanderungen genutzt haben. Auf dem Wegweiser in Dolni Svetla erfahren wir, dass wir vom Gipfel der Lausche 330 Höhenmeter verloren haben und dass uns die nächste Etappe nach 3 Kilometern in das Dorf Krompach bringt.

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