D-53639 Wanderung auf den Oelberg

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Auf den Höchsten im Siebengebirge

(bm). Die Wanderung auf den Oelberg ist ein Highlight im Wanderwegenetz des Naturparks Siebengebirge. Hier stoßen wir auf den Rheinsteig und den Rhein-Ruhr-Weg (X 9) des Sauerländischen Gebirgsvereins. Eine Wanderkarte am kostenpflichtigen Parkplatz Margarethenkreuz gibt nicht nur einen hervorragenden Überblick auf diverse Wandermöglichkeiten, sondern informiert auch über die Entstehung des Nationalparks. Darin heißt es:

Das Siebengebirge mit seinen rund 40 bewaldeten Bergkuppen ist der Rest eines Vulkans, der im Wesentlichen vor etwa 26 Millionen Jahren Trachyte, Latite und Basalte förderte und später weutgehend abgetragen wurde. Der Rhein begann vor etwa 700.000 Jahren sein Bett einzutiefen und so das Siebengebirge mitzuprägen. Frühe Zeugnisse menschlicher Anwwesenheit sind der über 12.000 Jahre alte Grabfund bei Oberkassel und der 2000 Jahre alte Ringwall auf dem Petersberg. Seit der Frankenzeit ist der Gebirgsraum Siebengebirge dauerhaft besiedelt. Die vielen ehemaligen Burgen wie der Drachenfels, die Wolkenburg, die Löwenburg, die Rosenau sowie linksrheinisch die Godesburg und das Rolandseck belegen die einstige strategische Bedeutung. Von der Römerzeit an wurden wertvolle Steine gewonnen. Im 19. Jahrhundert wuchs die die Steinbruchtätigkeit bedrohlich an. Man entdeckte zur selben Zeit aber auch die Schönheit und den Erholungswert des Siebengebirges. Er ist seit 1923 Naturschutzgebiet (etwa 4.800 ha), eines der ältesten Deutschlands, seit 1958 Naturpark und seit 1971 mit dem Europadiplom ausgezeichnet.

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Das Siebengebirge hat seinen Namen von seinen bekanntesten sieben Bergen, die beim Anblick, besonders von der Kölner Bucht aus, hervortreten. Als bekanntesten Berge gelten:

Der Oelberg (460 m)

Die Löwenburg (455 m)

Der Lohrberg (432 m)

Der Nonnenstromberg (335)

Der Petersberg (331 m)

Die Wolkenburg (324 m)

Der Drachenfels (321 m).

In jüngerer Zeit wollen aber Wissenschaftler erkannt haben, dass das Wort Siebengebirge nichts mit der Zahl sieben, sondern mit der Tätigkeit „Sieben“ zusammen hängt.

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Der Wanderweg ist leicht zu erläutern. Überall finden sich Wegweiser. Solange es vom Gasthaus Margarethenkreuz aufwärts geht, liegt man nicht falsch. Man kann für den Aufstieg dem Rheinsteig-Symbol folgen, oder aber auch dem nicht ganz so steilen Wirtschaftsweg. Auf dem Gipfel befindet sich nämlich ein Gasthaus. Auch der Rückweg zum Margarethenkreuz bietet verschiedene Varianten. Auf dem Weg findet man das Denkmal zu Ehren von Justizrat Humbroich, dem Gründer des Vereins zur Rettung des Siebengebirges – 1886-1892. „Dem wackeren erfolgreichen Kämpfer. VVS 1906“, heißt es auf dem Gedenkstein.

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Obern auf dem Gipfel bietet sich eine für 460 Höhenmeter erstaunliche Aussicht. Eine Tafel weist auf die Verleihung des Europadiploms durch den Ministerausschuss des Europarates in seiner Resolution 71 hin. „Als Anerkennung für den dauerhaften Schutz der Landschaft an den Verschönerungs-Verein für das Siebengebirge. Strassburg, im September 1971“, ist dort zu lesen.

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Die Jägerstube auf dem Oelberg ist ein urgemütliches Lokal, vergleichbar mit dem auf dem Dünsberg bei Gießen. Besonderheiten wie Kaninchenkeule mit Estragonrahm, karamellisierter Ziegenkäse, hausgeräucherter Wildschweinschinken oder Filets von der Buttermakrele sind nur einige der kulinarischen Highlights. Allerdings muss man für solche Leckereien schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

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Für PEDESTRIAL haben am Sonntag, 12. Februar 2012 (von links) Gabi Roesser, Heide und Fenja Baumung, Martin Schwerdtfeger und Gerd Baumung (als Fotograf nicht auf dem Bild) den Oelberg erklommen.

Nähere Infos zur Region:

www.naturpark-siebengebirge.de

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Der Ausgangspunkt: Das Margarethenkreuz

Am Rande der Gemeinde Ittenbach, die zur Stadt Königswinter zählt, befindet sich das Café/Restaurant Margarethenkreuz am Fuße der höchsten Erhebung im Siebengebirge: Dem Ölberg (460 m ü.NN). Das Ausflugslokal ist attraktiver Anlaufpunkt für Wanderer auf dem Rheinsteig, dem Rhein-Ruhr-Wanderweg und dem Wanderweg der Deutschen Einheit. Darüber hinaus steht es im Zentrum eines hervorragend strukturierten Wanderwegnetzes im Naturpark Siebengebirge.

„Hier kocht der Chef selbst“ wird im Aushang des Lokals versichert. Der heißt Paul H. Bachem und verweist darauf, dass das Lokal schon seit 1844 in Familienbesitz steht. Das Margarethenkreuz bietet ganztägig Kaffee, Kuchen, Eis und kleine Gerichte, eine reiche Menü- und Bufettauswahl sowie preisgünstige Angebote zu Mittag- und Abendtisch. Auch empfiehlt es sich für Familien- oder Betriebsfeiern in freundlichem und gemütlichem Ambiente für bis zu 120 Personen.

Anschrift: Café Restaurant Margarethenkreuz

Königswinterer Straße 430

53639 Königswinter

www.margarethenkreuz.de

Tel. 02223-22221

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