D-7603 Ibratalweg 3. Etappe

Von Machtlos zum Seepark Kirchheim (5,1 km)

Wo in der Gemeinde Machtlos die Straße „Roter Weg“ auf die Breitenbacher Straße trift, befindet sich der Start- oder Anknüpfpunkt zu unserer dritten Etappe auf dem Ibratalweg. Auf einem Verkehrsschild finden wir neben dem nach links weisenden Dreieck mit der Nr. 76 auch die KGV-Markierung des Schwälmer Weges (X 10) und des des Hessenweges 10 (Biederkopf-Geisa) des hessischen Wanderverbandes.

Über Machtlos, den kleinsten Breitenbacher Stadtteil mit weniger als 150 Einwohnern, ist auch bei wikipedia nicht viel zu erfahren.

Wir gehen in der Breitenbacher Straße (L 3294) weiter. Vor dem kleinen Feuerwehrgerätehaus zweigt der Radweg R 18 nach links (Wiesenweg) ab. Wir bleiben jedoch auf der Breitenbacher Straße, passieren noch einen Turm des regionalen Stromversorgers und nähern uns dem Ortsende.

Die Straße steigt leicht an und wenige Schritte nach dem Ortsschild biegen wir nach links auf einen Feldweg ab. Dieser Weg führt uns durch Wiesenhügel um eine lange Rechtskurve an den Waldrand.

Im Wald können wir den ersten Abzweig in der Linkskurve außer Acht lassen. Wir passieren ein Totenkreuz zum Gedenken ab Karl Neuber (1929-2006). Weitere Hinweise sind weder vor Ort noch im Internet zu finden.

Der Weg verläuft zunächst dicht am Rand es Laubwaldes. In der Wiesenaue erblicken wir eine landwirtschaftliche Halle und ein kleines Klärwerk am Bach. Dabei handelt es sich nicht um die Ibra, sondern um das „Machtloser Wasser“.

Der breite Schotterweg führt bald wieder aus den Wald heraus. Doch noch bevor er auf die Landstraße L 3294 stößt, biegen wir nach rechts ab und verbleiben weiter im Laubwald.

Nun ist Aufmerksamkeit geboten. Der Ibratalweg verlässt den breiten Waldweg bald nach rechts. Hier stoßen wir auf den Rundweg Nr. 3 und hier beginnt eine sehr anstrengende Passage. Es geht steil aufwärts. Über den Rundweg 3 kann man einen Teil der Steilpassage weiträumig umgehen. Das letzte Steilstück bleibt dem Wanderer aber dadurch auch nicht erspart.

Wer die Steilpassage umgeht, verpasst eine Besonderheit auf der Strecke. Ein mächtiger Felsbrocken ragt hier aus dem Boden. In den Fels sind ein paar Buchstaben und Zahlen eingeschlagen: B.V.D. 1752. Weitere Angaben zu diesem Felsbrocken haben wir bisher nicht gefunden.

An diesem Felsen sollte man noch einmal tief Luft holen. Der Weg wird so steil, dass man bei Nässe oder Glätte mit äußerster Vorsicht hinauf oder hinab gehen sollte. Über zwei quer verlaufende Waldwege führt der Pfad immer weiter aufwärts bis auf eine Maximalhöhe von ca. 400 Metern.

Man passiert einen alten Grenzstein mit einer Inschrift, die wohl nur Geschichtsexperten erklären können.

Dann ist der Waldrand erreicht. Man blickt auf Wiesen und Felder und geht nach links am Waldrand weiter. Dann passiert man einen Hochstand und wandert bald durch das freie Feld.

Wenn man die Kuppe überwunden hat, kann man auf das Dorf Kemmerode blicken. Nach einigen Hundert Metern beschreibt der Feldweg einen Knick nach rechts.

 

An dieser Stelle kann man mit einem 50-Meter-Abstecher eine Schutzhütte erreichen. Der Ortsbeirat Kemmerode bittet darum, die Hütte in einem ordentlichen Zustand zu hinterlassen.

Zurück auf dem Wanderweg steuern wir nun auf den riesigen Campingplatz am Seepark Kirchheim zu. An der ersten Kreuzung gehen wir halblinks weiter und finden dort an einer Birke neben dem Dreieck auch das R (R 58 – Knüll-Rhön-Weg) vor. Dieses Symbol wird uns bis zum Etappenziel begleiten.

Ein Plakat an der Birke wies bei unserem Besuch darauf hin, dass Wildtiere gerade in dieser Jahreszeit Ruhe brauchen und Hunde anzuleinen sind.

Es geht nun leicht abwärts und bald erreichen wir den endlos langen Zaun des Campingplatzes. Zunächst passieren wir Übernachtungs-Transitplatz.

Platznummern über 350 lassen die Größe des Platzes erahnen. Zu unserer Besuchszeit im November 2020 war nicht nur saisonbedingt, sondern auch wegen der Cortona-Pandemie sehr wenig Betrieb.

Frühlingsboten im November?

Fast 15 Minuten marschiert man am Zaun des Platzes entlang. Einige Ruhebänke laden zum Rasten ein. Bei schönem Wetter kann man nach links ins Ibratal hinabschauen und bald sind die ersten Ferienhäuser des Seeparks und der Ibra-Stausee in Sicht.

Auch einige Pilze wuchsen im November 2020 am Zaun des Campingplatzes. Diese hier wollte ich aber lieber nicht fürs Abendessen mitnehmen…

Man gelangt an die Pforte des Campingplatzes und findet hier auch eine (normalerweise) öffentliche Einkehrmöglichkeit. Wer hier einmal Campen oder mit dem Wohnmobil anrücken möchte, hier die Kontaktdaten:

Campingplatz Seepark

Brunnenstr. 20
36275 Kirchheim
Tel.: 06628-1525
Email: info@campseepark.de

Der Ibratalweg führt nun um den Parkplatz vor der Einfahrt zum Campingplatz in einem Linksbogen herum und dann die Zufahrtsstraße (Brunnenstraße) hinunter.

Rechts stehen die Häuser des Dorfes 1, in denen ich im Verlaufe schon die Nummer 92 und 112 mit meinen Kollegen bewohnt habe. Auch dass weist auf die hohe Anzahl der Unterbringungsmöglichkeiten am Seepark Kirchheim hin.

Wir passieren in der Brunnenstraße mehrere Parkplatz-Zufahrten. Der Rundweg Nr. 3 – bis hier im Gleichlauf mit dem Ibratalweg – zweigt bald nach rechts ab. Noch vor dem Stausee kann man am letzten Parkplatz auf einen Seepark-Rundweg starten. Ein schöner Spaziergang, der nicht mehr als 40 Minuten in Anspruch nimmt.

 

Wir gelangen an die Kemmeröder Straße und gehen nach rechts weiter. Auf dem Bürgersteig passieren wir das große Seehotel, gegenüber befindet sich das Dorf 2. Auch hier durfte ich bereits ein paar Wochen mit meinen Kollegen im Haus 68 verbringen. All diese Häuser (in vier Dörfern aufgeteilt) sind absolut baugleich, gehören jedoch unterschiedlichen Anbietern. Es sind ideale und preiswerte Unterkünfte für Familien oder Wandergruppen bis zu 6 Personen. Unsere Anbieterin findet Ihr unter www.ferienhaus-services.de

An der Hotelpforte vorbei gehen wir noch ein paar Schritte weiter und wechseln dann die Straßenseite. Dann erreichen wir den Anknüpfpunkt zur vierten Etappe: Die Bushaltestelle am großen Parkplatz.

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