343-10 Auf dem Volkmarser Weg (10. Abschnitt)

Von Altendorf auf den Riesenstein

Der Riesenstein vom Heiligenberg, auch bekannt als Riesenstein von Heimarshausen, ist ein landschaftliches Highlight im südwestlichen Teil des Habichtswaldes. Um ihn zu erreichen, sind nur 150 Meter Umweg vom Volksmarser Weg erforderlich. Dieser 3,8 Kilometer lange Abschnitt erfordert etwas mehr Kondition als die vorangegangenen Etappen.

Unser Startpunkt ist die Wandertafel an der Bushaltestelle Bürgerhaus in Altendorf. Mit Blick auf die Wandertafel wenden wir uns nach rechts und folgen der Hufeisenstraße über die Neue Straße (L 3214). geradeaus geht es im Lohweg leicht aufwärts und nach 250 Metern biegen wir nach links in die Straße „Zur Schlade“ ein.

Wir verlassen Altendorf und somit auch den Stadtbereich von Naumburg auf einem asphaltierte Weg und steuern auf den Heiligenberg im so genannten Alten Wald zu. Dabei passieren wir den Rinder-Zuchtbetrieb der Familie Raude.

Der Weg verzweigt sich mehrfach. Wir folgen zunächst dem zweiten Weg nach rechts und gehen nach 30 Metern auf dem linken Weg weiter. Der Asphaltweg verläuft in einem Linksbogen am Waldrand.

Vor einer Forellenzuchtanlage finden wir eine Ruhebank vor. Allerdings düfte hier noch keine Pause notwendig sein. Der anstrengende Teil beginnt erst am Fuße des Heiligenberges. Hier verzweigt sich der Weg, wir gehen nach rechts. Der Anstieg auf grobem Schotter beginnt.

Zunächst steigt der Schotterweg nur mäßig an. Nur wenige Laubbäume sind im Fichtenwald zu entdecken. Auffällig ist die Vielfalt der niederen Pflanzen am Wegrand. Nun wird der Weg steiler.

Nach etwa 15 Minuten haben wir das erste Hochplateau (ca. 350 m ü. NN) erreicht. An einer ersten Verzweigung gehen wir geradeaus weiter, wenige Schritte weiter biegen wir links ab.

Der breite Schotterweg steigt nur noch mäßig an. Wir passieren einen Hochstand, können eventuell einen gewaltigen Ameisenhaufen bestaunen (wenn er denn hier bleibt).

Schließlich erreichen wir den Abzweig am Züschener Rundwanderweg Nr. 3. Wir biegen links ab und haben nun den steilsten Abschnitt auf grobem Schotter vor uns. Zunächst säumen Farne den Wegrand. Nach der Rechtskurve ist die steilste Passage überwunden.

Fast auf Gipfelhöhe (380 m ü. NN) sehen wir freigelegte Wurzeln und große Steinbrocken am Wegrand. Es geht nun noch etwa 700 Meter abwärts, bis der Wegweiser zum Riesenstein an einem großen Wegedreieck erreicht ist.

150 Meter werden auf dem Wegweiser angegeben. Es dürften jedoch eher 250 Meter sein. Doch alleine schon dieser Weg ist den Abstecher wert.

Es ist ein etwas verwilderter Pfad, der leicht ansteigt und einige (leicht überwindbare) Hindernisse aufweist.

Dann kommt das Highlight der Etappe in Sicht. Der Riesenstein, ein neun Meter hoher Sandsteinfels, Er ist von Quarzadern durchzogen und durch Verwitterungseinflüsse stark zerklüftet und gespalten.

Der Riesenstein (318,2 m ü. NN)

Eine kleine Tafel verweist auf eine Sage, nach der ein Riese mit einem Steinwurf die Kirche von Naumburg zerstören wollte. Der Stein verfehlte sein Ziel jedoch und landete an dieser Stelle. Was muss das für ein Wurf gewesen sein…

Bei wikipedia wird allerdings die Weidelsburg als Ziel des Steinwurfs angegeben. Es soll sich dabei um den Riesen Goliath handeln. Um rutschte der Stein vom kleinen Finger (!), worauf er blutige Tränen vergoß und aus Kummer starb.

Fakt ist, dass man bei Ausgrabungen am Fuße des Felsen unter anderem Münzen aus der Jungsteinzeit fand. Auch vermutet man, dass es sich um eine geramnische Opferstätte handeln könne. Bearbeitungsspuren wie die „Opferschale“, Rinnen und Treppenstufen lassen darauf schließen.

Als Besonderheit wird ein Phänomen zur Wintersonnenwende angegeben. In der Spalte am Kopf des Steines sieht man am 21. Dezember die Sonne aufgehen. Allerdings nur, wenn der Waldwuchs und das Wetter es zulassen.

Näheres zum Riesenstein folgt in einem separaten Beitrag unter der Rubrik „Gipfel“.

Kurzübersicht Volkmarser Weg (52 km): Volksmarsen – 18 km – Wolfhagen – 5 km – Bründersen – 8 km – Naumburg – 4,5 km – Elbenberg – 2 kmAltendorf – 3,8 km – Riesenstein – 3,2 km – Züschen – 7 km – Fritzlar.

Kartenempfehlung: Stadtplan mit Wanderkarte Naumburg (ISBN 3-933494-61-3). Stadtplan im Maßstab 1:10.000, Wanderkarte 1:33.000.

Infos:

Tourist-Information Haus des Gastes

Hattenhäuser Weg 10-12

34311 Naumburg

Tel. 05625-7909-74 und -73

info@naumburg.eu

www.naumburg.eu

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 25. August 2018 erstellt. Die Streckerkundung erfolgte am 14. August 2018.

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