1521 Auf dem Lutherweg

Von Kloster Arnsburg durchs Gottesackertal nach Lich (4,4 km)

Der Wegweiser am Standort LCH 008 (168 m ü. NN) ist Startpunkt zu diesem 4,4 Kilometer langen Abschnitt nach Lich. Bis nach Ober-Bessingen sind 12,0 km angegeben. Auf einer kleinen Lutherweg-Tafel (mit QR-Code) wird zum Kloster Arnsburg folgendes erläutert:

Das Zisterzienserkloster Arnsburg wurde 1174 gegründet. Vorher gab es oberhalb ein Römerkastell, eine Burganlage und ein Benediktinerkloster. In der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst und fiel an den Grafen zu Solms-Laubach. Im Kreuzgang wurde 1960 eine Kriegsopferstätte eingerichtet.“ (ZITAT ENDE):

Einkehrmöglichkeit: Alte Klostermühle

Etwas abseits der Wanderstrecke lädt das Restaurant „Alte Klostermühle“ mit großem Biergarten zur Einkehr ein. Öffnungszeiten: Montags Ruhetag. Dienstag bis Sonntag von 12.00 bis 22.00 Uhr. Durchgehend warme Küche, Kuchen von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Dieser Abschnitt ist weiterhin Teil des Taunus-Rhön-Wanderweges (Bad Nauheim-Schlitz), der mit einem blauen Ring gekennzeichnet ist. Dieser wiederum ist Teil des Hessenweges Nr. 4.

Der eilige Wanderer, der vom Römerkastell her durch die schmucke Pforte des Klosters geht, kann sodort nach halblinks abbiegen und die alten Gemäuer nach 150 Metern wieder verlassen. Wir empfehlen jedoch eine kleine Besichtigungsrunde. Vom Wegweiser bzw. vom Restaurant „Alte Klostermühle“ führt ein Stufenweg an der Paradieskapelle vorbei. Noch vor der Klostermauer befindet sich links ein Freizeitareal mit Spielplatz.

Sie verlassen Kloster Arsnburg auf einem schattigen Waldweg in östlicher Richtung. Schon nach wenigen Schritten erreichen Sie eine erste Ruhebank mit einer Infotafe des Muschenheimer Naturschtuzvereins (Waldtiere).

Sie stoßen an die Aufteilung der Wetter in zwei Läufe an einem Wehr, biegen dort rechts ab und finden eine weitere Lutherweg-Infotafel mit QR-Code vor:

Hier wird Ihnen erklärt, dass die Wetter im Vogelsberg zwischen Laubach und Schotten entspringt und über 69 Kilometer zunächst westlich, dann südlich bis zur Mündung in die Nidda bei Assenheim fließt. Während der Oberlauf von Wäldern und Feuchtwiesen gesäumt ist, ist der Unterlauf in der Wetterau von Ackerflächen geprägt.

Direkt hinter den Wehrbrücken bieten sich Ruhebänke und eine neue massive Sitzgruppe für eine Rast an. Der Weg führt nach links weiter in östliche Richtung. Zum blauen Ring gesellen sich weitere Wegmarkierungen (Residenzenring, Wetterweg, Licher Rundweg) des 2003 geschaffenen Wanderwegnetzes „Westlicher Vogelsberg“ und des Hessenradweges R6 hinzu.

Die nächste Lutherweg-Infotafel lässt nicht lange auf sich warten. An einer Ruhebank bekommen Sie Informationen zum Limes, der hier vom Lutherweg gekreuzt wird. Hier ist zu lesen (ZITAT): Fast an seinem nördlichsten Abschnitt führt der Limes auf ca. 7,5 km Länge durch Licher Gemarkung. Ende des 1. Jahrhunderts wurde er von den Römern begonnen und 260 n. Chr. wieder aufgegeben. Südlich von Kloster Arnsburg stand das Kohortenkastell Alteburg. (ZITAT ENDE).

Sie durchwandern nun das Gottesackertal, dass mit seinem gewundenen Flusslauf zu den schönsten Abschnitten des Wettertales in der Licher Gemarkung gehört. Auf einer weiteren Lutherweg-Tafel mit QR-Code wird dazu noch erläutert, dass Teiche, Wehre und Weideland von der Nutzung des Tales durch Kloster Arnsburg zeugen.

Der bequeme Wanderweg, der an Wochenenden auch von Radfahrern stark genutzt wird, führt Sie durch abwechslungsreichen Wald. Immer gerade aus gelangen Sie an einen Abzweig, der über eine Holzbrücke und über die B 488 an die Peterseen mit der Graf-Otto-Hütte im Klosterwald führt. Sie gehen jedoch geradeaus weiter, lassen einen Abzweig rechts liegen und befinden sich wieder sehr nahe am Ufer der Wetter.

Dahinter sehen Sie bereits die Greens des Fürtslichen Golfclubs Hofgut Kolnhausen. Auch zu diesem Hofgut finden Sie an der nächsten Verzweigung eine Infotafel am Lutherweg. Der Wortlauf (ZITAT): 1148 erstmals urkundlich erwähnt wurde Kolnhausen 1215 ein zum Kloster Arnsburg gehörendes Hofgut, das von Laienbrüdern bewirtschaftet wurde. In der Säkularisation kam Kolnhausen 1803 in den Besitz des Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich. Heute wird es Privat bewohnt. (ZITAT ENDE).

Der Weg führt jedoch nicht nach Links zum Hofgut bzw. Clubhaus des Golfclubs, sondern nach rechts, am ehemaligen Schützenhaus vorbei und dann weiter geradeaus am Waldrand in Richtung Osten (nicht dem breiten, nach rechts abzweigenden Weg auf den Gipfel des Hardtbergs folgen).

Sie wandern am nödlichen Fuße des Hardtbergs, zu dem eine weitere (leider schon beschädigte) Lutherweg-Tafel folgendes erläutert (ZITAT): „Der Hardtberg südlich von Lich hat seinen Namen aus dem Althochdeutschen: Hart bedeutet Bergwald. Der Hardtberg ist 225 Meter hoch. Am nordöstlichen Hang des Hardtbergs liegt der jüdische Friedhof von Lich (ZITAT ENDE).

Bevor Sie die städtische Kläranlage passieren, finden Sie an einer weiteren Ruhebank noch eine Infotafel, die an die 1151 erstmals urkundlich erwähnte Licher Vorburg Westwich erinnert. Hier an der alten Steinstraße entwickelte sich ein kleines Dorf, das aber bald zwischen dem zu Arnsburg gehörenden Kolnhausen und Lich bis 1319 zerrieben wurde.

Von der Kläranlage bis zum Ortsrand von Lich sind es nun nur noch wenige Hundert Meter. Sie erreichen Lich an der Straße !Am Hardtberg“, gehen hier jedoch nach links abwärts und finden eingangs der Straße An der Lohmühle den nächsten Wegweiser zum Lutherweg.

 

Hier beginnt die Beschreibung der Wegführungen durch Lich im nächsten Beitrag.

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