TR 6111 Taunus-Rhön-Wanderweg – 11. Etappe

Von Dirlammen nach Lauterbach (9 km)

Landschaftlich reizvoll ist auch die elfte Etappe des Taunus-Rhön-Wanderweges über die waldreichen Hänge des Ziegenbergs, Eisenbergs und Altenbergs. Allerdings muss der Wanderer auf dem Weg von Dirlammen nach Lauterbach kleine Abstriche machen. Mehrfach führt der Weg auf mehr oder weniger stark befahrenen Landstraßen weiter, in den Wäldern sind manche Wanderwege stark verwildert und zudem ist auch die Markierung nicht ganz lückenlos. Dafür wird man jedoch mit einer abwechslungsreichen Naturlandschaft entschädigt und der Zielort Lauterbach wird kulturinteressierte Menschen hellauf begeistern.

Südschleife um Dirlammen

Von der Bushaltestelle Meicheser Straße folgen Sie der Lauterbacher Straße nach rechts und können links die Dorfkirche erblicken. Sie wandern über die Brücke des Baches Brenderwasser und überqueren anschließend vorsichtig die Hopfmannsfelder Straße (Hauptverkehrsstraße). In gleich bleibender Richtung gehen Sie dann in der Waldstraße weiter und kommen schnell aus dem Dorf heraus. Die Kreuzung am Ortsrand passieren Sie gerade aus und an der kurz darauf folgenden dreifachen Verzweigung wählen Sie den linken Weg. An dieser Stelle befindet sich zwischen Birken und Fliederbüschen versteckt eine gemütliche Ruhebank. Sie wandern nun am Sportgelände des SV Dirlammen vorbei, an dessen Ende eine Grillhütte der Vereinsgemeinschaft steht. Unmittelbar nach dieser Grillhütte zweigt der hier schlecht markierte Weg scharf links ab und führt zur Kreisstraße K 113 hinunter.

Anmerkung: Der ursprüngliche Wanderweg führte früher an der Grillhütte geradeaus weiter. Der anfangs noch erkennbare Wiesenweg ist jedoch völlig verwildert und nicht mehr begehbar. Die Markierung ist in diesem Bereich sehr lückenhaft.

Über die Nordflanke des Ziegenberges

Sie folgen der K 113 nach rechts in Richtung Ost-Nordost. Etwa einen Kilometer müssen Sie nun auf der Kreisstraße bleiben und erreichen nach leichtem Aufstieg eine scharfe Doppelkurve am Waldeintritt. Nur wenige Schritte nach dieser Kurve biegen Sie nach links in den Wald am Nordhang des Ziegenberges (534 m) ein (Abt. Nr. 402/Schild „Forstweg“). Sie passieren eine gelb-schwarze Sperrschranke und folgen nun dem Forstweg auf 1,2 Kilometern stets abwärts. Dann lassen Sie einen Linksabzweig außer Acht. Nur 170 Meter weiter folgt ein Rechtsabzweig in Höhe eines Waldschuppens, den Sie ebenfalls ignorieren können. Kurz darauf führt der Weg nach links durch einen Wiesengrund, der Ihnen eine schöne Aussicht freigibt. Etwa 500 Meter führt der Weg weiter abwärts. Am Waldrand ignorieren Sie einen weiteren Rechtsabzweig und durchwandern ein herrliches Stück Natur.

Bald folgt ein Wegestern, bei dem Sie einfach nur die eingeschlagene Richtung beibehalten. Nach 220 Metern taucht am linken Wegrand die Umzäunung eines Freizeitgeländes auf. Zwei vom Weg zugängliche Sitzgruppen bieten Gelegenheit zur Rast. Auf den nächsten 500 Metern ignorieren Sie einen weiteren Rechtsabzweig. Sie folgen weiter stets dem Hauptweg auf der Nordflanke des Eisenbergs (Gipfelhöhe 421 m) und erreichen nach etwa 700 Metern einen Wanderparkplatz an der stark befahrenen Landstraße L 3140.

Vom Eisenberg zum Altenberg

Sie folgen der Landstraße L 3140 etwa 330 Meter nach links leicht aufsteigend und biegen dann rechts in einen Feldweg ein. Nun ist Aufmerksamkeit geboten. Nach etwa 300 Metern verlassen Sie den Feldweg und biegen rechts in einen Grasweg ein. Dieser Grasweg führt sie zunächst abwärts, dann wieder leicht ansteigend durch jungen Wald und anschließend durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. Sie überqueren bald (mit gebotener Vorsicht) die weniger stark befahrene Landstraße L 3144 und marschieren geradeaus auf einem leicht verwilderten Forstweg weiter. Nun steigt der Wanderweg wieder leicht an.

Sie passieren einen kleinen Unterstand und marschieren bei der folgenden Kreuzung geradeaus weiter. Kurz darauf folgen Sie dem Hauptweg um einen Rechtsknick. Nach 60 Metern stehen Sie vor einer Wiesen- und Weideflächen und gehen nach rechts weiter. Die Qualität des Weges lässt auch hier zu wünschen übrig (hohe Disteln und Brennnesseln). Bald verläuft die Strecke wieder abwärts durch ein Waldstück und führt erneut an eine Wiesenfläche, in der sich der Wanderweg nahezu vollständig verliert. Sie folgen einfach dem Waldrand abwärts, bis ein Schotterweg quert. Hier liegt das Etappenziel Lauterbach bereits vor Ihnen. Allerdings sind Sie dort noch längst nicht angelangt, denn der blaue Ring führt Sie zunächst westlich und weit oberhalb von Lauterbach auf den Altenberg hinauf.

Westlich um Lauterbach

An der Querung des Schotterweges biegen Sie links ab und wandern nun in nördlicher Richtung. Nach 200 Metern erreichen Sie ein Wegedreieck und gehen links weiter (und entfernen sich somit wieder von Lauterbach wieder). An einer Eiche mit Hochstand biegen Sie jedoch wieder rechts ab.

Der Schotterweg schlängelt sich an ein umzäuntes Gehege hinauf, wo sie abermals rechts abbiegen und weiter aufwärts marschieren. Nach einer ersten Kuppe kommt Lauterbach wieder im Osten ins Blickfeld. Auch den nächsten Rechtsabzweig, der nach Lauterbach hinab führt, müssen Sie außer Acht lassen. Der Blaue Ring führt nun im Gleichlauf mit dem Gelben Punkt weiter geradeaus auf den Gipfel des Altenberges zu.  An einer Ruhebank mit herrlicher Aussicht haben Sie fast den höchsten Punkt erreicht. Dieser befindet sich dort, wo ein breiter Teerweg ihren Weg kreuzt (Rettungspunkt Nr. 165). Erst dort biegen Sie rechts ab und gehen nun steil abwärts auf Lauterbach zu.

Sie wandern durch die Altebergstraße (gegen die Einbahnstraßen-Richtung) und biegen links in die Dirlammer Straße ein. Diese führt Sie in die Rockelsgasse, wo das Gasthaus „Zum Ochsen“ die erste von zahlreichen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Um auf kürzestem Wege in das Stadtzentrum zu gelangen, biegen Sie direkt nach dem Gasthof „Zum Ochsen“ rechts ab, gehen nach links über die Fußgängerampel und  wandern auf dem Fußweg zwischen der ehemaligen Fleischerei Jöckel (heute Wäschereibetrieb) und der Opel-Service-Niederlassung weiter. Sie gelangen an die Schlossmauer, gehen etwa 15 Meter nach links und biegen erneut rechts in einen Fußweg ein.

Nach wenigen Schritten haben Sie den Marktplatz mit dem Löwen-Denkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erreicht. Hier steht auch die geschichtsträchtige Stadtmühle, in der sich das Lauterbacher Tourist-Center befindet.

Wissenswertes zu Lauterbach

Lauterbach, Kreisstadt des Vogelsbergkreises, wurde in der fränkischen Rodungszeit (400-800 n. Chr.) gegründet und ist 812 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1266 erhielt Lauterbach die Stadtrechte und erlebte in der Folgezeit die Wirrungen der komplizierten Besitzverhältnisse. Nachdem die Herren von Eisenbach 1428 im Mannesstamm ausgestorben waren, traten die Ritter und späteren Freiherren Riedesel für lange Zeit an ihre Stelle.

Ankerturm

Bis 1806 war Lauterbach Hauptstadt eines eigenständigen Staatswesens, das Junkerland genannt wurde. Danach wurde es dem Großherzogtum Hessen als Teil der Provinz Oberhessen zugeschrieben.

Lauterbach hat einschließlich seiner Stadtteile rund 15.000 Einwohner und gilt als „Tor zum östlichen Vogelsberg“. Bundesweit bekannt wurde die Stadt auch durch das Lied „In Lauterbach hab ich mein Strumpf verlorn“.

Das Lauterbacher Tourist-Center in der Stadtmühle

Lauterbach hat eine große Anzahl historischer Bauwerke in seinem Ortskern aufzuweisen. Viele dieser Sehenswürdigkeiten wurden durch den Rotary Club Lauterbach-Schlitz mit kleinen Tafeln versehen, die in wenigen Zeilen über Entstehung, Bedeutung und Nutzung der Bauwerke informieren.

Ein Beispiel dafür ist die Stadtmühle, in der sich das Tourist-Center befindet. Das Gebäude wurde um 1400 durch die Herren von Eisenbach erbaut und diente zeitweilig als Ziegelmühle, später als Mehlmühle des nahen Hohhauses. Nach dem Kauf durch die Stadt um 1900 diente es bis nach 1945 zur Erzeugung von Strom.

Anschriften:

Gemeinde Lautertal
Rathausstraße 3, 36369 Lautertal
Tel. + 049 (0) 6643 – 9610-0
Fax + 049 (0) 6643 – 9610-20
e-Mail: info@Lautertal-Vogelsberg.de
URL: www.lautertal-vogesberg.de

Tourist-Center

Marktplatz 1 (Stadtmühle), 36341 Lauterbach

Tel. + 49 (0) 6641-184112, Fax + 49 (0) 6641 – 184167

e-Mail: info@lauterbach-hessen.de

URL: www.lauterbach-hessen.de

Empfohlene Wanderkarte: Topographische Freizeitkarte Nr. 8 „Naturpark Hoher Vogelsberg“ 1:50.000Herausgeber: Hessisches Landesvermessungsamt

Startpunkt: Dirlammen, Bushaltestelle Meicheser Straße

Bahn: Mit dem ÖPNV erreichen Sie den Startpunkt über den ICE-Bahnhof Fulda, von dort mit der Regionalbahn RE 35 (Richtung Gießen) bis Lauterbach-Nordbahnhof. Von dort weiter mit Buslinie VB 24 nach Dirlammen (Ausstiegsstelle Meicheser Straße)..Fahrplanauskunft: www.rmv.de

Pkw:
Autobahn A 5, Ausfahrt Alsfeld-West. Auf der B 49 bis Romrod, hier zunächst Richtung Liederbach bis Abzweig der L 3070 (innerhalb von Romrod) Eichtung Windhausen, nach ca. 1 km jedoch bereits links ab auf die L 3165 über Strebendorf, Vadenrod nach Storndorf. Hier links ab auf L 3162 nach Meiches und über L 3163 nach Dirlammen.

Übersicht Streckenaufteilung:

6100 Taunus-Rhön-Wanderweg – Übersicht

6101 Taunus-Rhön-Wanderweg – 1. Etappe Bad Nauheim – Steinfurth 5 km

6102 Taunus-Rhön-Wanderweg – 2. Etappe Steinfurth – Münzenberg 9 km

6103 Taunus-Rhön-Wanderweg – 3. Etappe Münzenberg – Kloster Arnsburg 6 km

6104 Taunus-Rhön-Wanderweg – 4. Etappe Kloster Arnsburg – Lich 4 km

6105 Taunus-Rhön-Wanderweg – 5. Etappe Lich – Nonnenroth 9 km

6106 Taunus-Rhön-Wanderweg – 6. Etappe Nonnenroth – Laubach 8 km

6107 Taunus-Rhön-Wanderweg – 7. Etappe Laubach – Grünes Meer 8 km

6108 Taunus-Rhön-Wanderweg – 8. Etappe Grünes Meer – Petershainer Hof 8 km

6109 Taunus-Rhön-Wanderweg – 9. Etappe Petershainer Hof – Ulrichstein 6 km

6110 Taunus-Rhön-Wanderweg – 10. Etappe Ulrichstein – Dirlammen 9 km

6111 Taunus-Rhön-Wanderweg – 11. Etappe Dirlammen – Lauterbach 9 km

6112 Taunus-Rhön-Wanderweg – 12. Etappe Lauterbach – Steinberg 7 km

6113 Taunus-Rhön-Wanderweg – 13. Etappe Steinberg – Schlitz 8 km

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