D-53424 Das Freiligrath-Denkmal in Rolandswerth

Dem Retter des Rolandsbogens“

Vom Fernwanderweg E 8 ist ein kurzer Abstecher über den Rolandsbogen notwendig, um das Denkmal an Ferndinand Freiligrath zu sehen. Der deutsche Lyriker und Übersetzer wurde am 17. Juni 1810 in Detmold geboren und starb am 18. März 1876 in Cannstadt (damaliges Königreich Württemberg).

Infotafeln auf dem Fußweg von Rolandseck zum Rolandsbogen mit seinem attraktiven Panorama-Restaurant (siehe gesonderten Beitrag) erläutern das Wirken Freiligraths. Auf einer Tafel unmittelbar vor dem Denkmal ist zu lesen, dass der Dichter im Jahre 1840 mit einem Spendenaufruf in der Kölnischen Zeitung den Wiederaufbau des in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1839 eingestürzten letzten Fensterbogen der mittelalterlichen Burg Rolandseck sicherstellte. Aus diesem Grunde ließen Freunde und Verehrer am 17. Juni 1914 dieses Denkmal errichten. Die Büste wurde von dem englischen Bildhauer Siegfried M. Wiens, einem Enkel Freiligraths, geschaffen und gespendet.

Auf einer weiteren kleinen Tafel finden wir folgende Inschrift: Ferdinand Freilgrath, 1810-1876, Dichter der Spätromantik und der Revolution von 1848, WIR SIND DAS VOLK – dieser Vers aus seinem Revolutionsgedicht TROTZ ALLEDEM wurde 1989 zum Volksruf in der DDR, der zur Wiedervereinigung führte“.

Zusätzliche Informationen liefert uns eine weitere Tafel, die am 18. März 2001 vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Oberwinter/Rolandseck e.V. zum 125. Todestag des Dichters angebracht wurde. Hier wird Freiligrath als „Retter des Rolandsbogens“ bezeichnet und darauf verweisen, dass er von September 1839 bis März 1841 im nahegelegenen Unkel lebte. Zudem erfährt man, dass der Wiederaufbau des Rolandsbogens 1840 nach den Plänen des Kölner Dombaumeisters Friedrich Zwirner erfolgte.

Mehr erfährt man rund um das Denkmal nicht. Schaut man jedoch bei wikipedia.de nach, stellt man fest, dass sich Freiligraths Schaffen weit über die rheinischen Grenzen hinaus ausdehnten. Der gelernte Kaufmann, der 1841 im nordthüringischen Großmonra Ida Melos, die Tochter des örtlichen Gymnasialprofessors und Buchautors Johann Gottfried Melos heiratete, war nicht nur als Dichter und Korrespondent tätig, sondern auch als Dozent an der Londoner Universität und leitete in einem späteren Lebensabschnitt sogar eine Londoner Agentur der General Bank of Switzerland.

Im Mai 1842 wurde Freiligrath Freimaurer, konnte sich jedoch der unpolitischen Haltung der Freimaurerei nie ganz anschließen. Am 12. Oktober 1848 trat Freiligrath in die Redaktion der Neuen Rheinischen Zeitung von Karl Marx und Friedrich Engels. Kurz zuvor war er wegen „Aufreizung zu hochverrätherischen Unternehmungen“ angeklagt. Der Prozess in Düsseldorf endete mit einem Freispruch durch die Geschworenen und einem Festzug der Bevölkerung. Nach Polizeiangaben waren dabei 15.000 Menschen auf den Beinen, unter ihnen Karl Marx.

Freiligraths Begeisterung für Klassenkampf und Proletariat flachte nach dem Scheitern der Revolution von 1848 merklich ab. Dazu wikipedia.de: ZITAT: „In seinem Spätwerk schloss er sich der nationalen Begeisterungswelle an und begrüßte mit nationalen, patriotischen Gedichten wie Hurra, Germania! den Krieg gegen Frankreich und die Reichsgründung von 1871“. (ZITAT ENDE).

Näheres zu seinem Leben und Wirken findet Ihr unter folgendem Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Freiligrath

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