D-34369 Dornröschenschloss Sababurg

Das Märchenschloss der Brüder Grimm

Auf über 675 Jahre bewegte Geschichte kann das „Dornröschenschloss“ Sababurg zurückblicken.

Die aus einer Höhenburg um 1334 entstandene Burganlage hieß zunächst Zappenburg und wurde ab 1490 als Jagdschloss Zapfenburg bezeichnet.

Die Burg gehört sicherlich zu den interessantesten Stationen auf dem Weserberglandweg (XW), der „Wildbahn“ (X 3) und dem Upland-Weserbergland-Weg (X 6).

Wer sich für die Geschichte der Burg interessiert, sollte an einer Geschichts- oder Märchenführung teilnehmen. Bei den Fürhungen werden den alten Mauern viele Legenden, Anekdoten und spannende Geschichten entlockt. Die „Kleine Reise“ beginnt beim „Wunder vom Reinhardswald“ im Mittelalter, geht über die Blüte der Anlage als Jagdschloss der Landgrafen von Hessen in Renaissance und Barock und endet beim Verfall im 19. Jahrhundert.

Dabei wird natürlich auch erklärt,warum nur die Sababurg einzig und allein das Schloss von Dornröschen gewesen sein kann. Der Märchenrundgang lässt am jeweiligen Ort die elf Schlüsselszenen des Märchens lebendig werden. Dies beginnt mit der Weissagung des Frosches im Brunnenbad der Königin, setzt sich fort mit der schlafenden Prinzessin hoch oben in der Kammer am Ende des oktogonalen Treppenturms und endet am Schauplatz des großen Hochzeitsfestes.

Die öffentlichen Geschichts- und Märchenführungen finden mittwochs um14.30 Uhr sowie sonntags um 11 und 14.30 Uhr statt. Die Führungen werden in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache angeboten und kosten 4,- Euro (ermäßigt 2,- Euro). Private Führungen für Gruppen können an der Rezeption zu einem Pauschalpreis von 65 Euro gebucht werden.

Hinzu kommt der Obolus für die Außenbesichtigung, die von Ostern bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr möglich ist. Dabei bekommt man den Lustgarten bzw. Wurzgarten mit historischen Rosen, Tulpen, Stauden und Kräutern zu sehen, wandert auf dem Mauerwehrgang zur Palas-Ruine, kann den Dornröschenturm besteigen und kann sich auf dem Märchenrundgang „Dornröschen“ Stahlschnitte von Alfons Holtgreve anschauen. Wie im Märchen beschrieben, soll die Burg von 1571 bis 1591 eine 5 Kilometer lange und drei Meter hohe Dornenhecke umgeben haben. Sie diente dazu, die eigene Tierhaltung vor Wildtieren zu schützen.

Mitten im Reinhardswald gelegen beherbergt die Sababurg nach einer gründlichen Restaurierung durch das Land Hessen (1957) ein Hotel der gehobenen Kategorie mit Restaurant-Café (Eröffnung 1960) sowie das „Saba-Burg-Theater“. Hier wurde 1987 deutschlandweit das erste standesamtliche Trauzimmer außerhalb eines Rathauses eingerichtet. Das Hotel wurde im Mai 2015 bei der beliebten VOX-Hotel-Doku „Mein himmliches Hotel“ vorgestellt.

Bei wikipedia erfahren wir, dass die Burganlage zunächst zum Schutz der Pilger auf dem Weg des nahegelegenen Wallfahrtsortes Gottsbüren (auf dem Weserberglandweg 5,6km) fungierte. Zudem wird aufgeführt, dass Landgraf Karl die Anlage im18. Jahrhundert erweiterte und dass die Sababurg im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) von französischen Soldaten besetzt wurde und weitgehend verfiel. Danach diente die Anlage als Forsthaus und in den Jahren 1823 bis 1826 erfolgte der Abriss der West-, Ost und Südflügel.

Den Grundstein zum benachbarten Tierpark Sababurg legte Landgraf Wilhelm IV. im Jahr 1571. Dem Tierpark, der zu den ersten seiner Art in ganz Europa gehörte, werden wir einen gesonderten Beitrag widmen.

Auf dem Weserberglandweg (XW) befindet sich die Sababurg am Standort 5310 auf 318 Metern Seehöhe.

Koordinaten: 32 537 244 / 5 710 593

Quellenangaben:

Schautafeln und Aushang vor Ort

https://de.wikipedia.org/wiki/Sababurg

Empfohlene Links:

www.dornroeschenschloss-sababurg.de

http://www.sababurg.de

www.weserbergland-tourismus.de

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