D-34346 Rundweg Nr 3 an der Tillyschanze

Rund um den Rattberg

Der Rundweg Nr. 3 an der Tillyschanze hat eine Länge von 6,9 Kilometern und umrundet den Rattberg. Der Startpunkt liegt direkt hinter dem 25 Meter hohen Aussichtsturm mit Museum (auf Niedersachsens Boden) und der angesiedelten Waldgaststätte (auf hessischen Boden) vor einer Tafel des neuen Qualitätsweges „Weserberglandweg“. Die Runde um den Rattberg stellt dem Wanderer einen kleinen Teil des südlichen Reinhardswaldes vor.

Die Frage, ob man den Weg im oder gegen den Uhrzeigersinn erwandert, kann geklärt werden. Bevorzugen Sie eher lange und sanfte Steigungen, dann wandern Sie im Uhrzeigersinn. In der Gegenrichtung wird Ihnen gerade auf dem ersten Kilometer eine gute Kondition abverlangt. Wir haben uns für die Runde im Uhrzeigersinn entschieden.

Schon auf der Karte ist zu erkennen, dass auf der Strecke keinerlei Besonderheiten zu erwarten sind. Hier steht einzig und allein der Reinhardswald mit seiner Artenvielfalt im Mittelpunkt.

Wie wir an einer Markierung des Weserberglandweges feststellen konnten, liegt der Startpunkt bei 198 Höhenmetern. Am höchsten Punkt zeigte unser Garmin-GPS 318 Meter an.

Während man die Wegmarkierung in den höchsten Tönen loben kann, muss man bei der Bewertung der Wegbeschaffenheit gerade auf den ersten Abschnitt große Abstriche machen. Auch nach mehreren Sonnentagen im Oktober 2017 sind wir über mehrere Hundert Meter knöcheltief durch Morast marschiert und einige Passagen erschienen uns eher verwildert als gepflegt.

Das Bild oben zeigt mit Laub überdeckte Pfützen, die den ersten Abschnitt der Strecke prägen. Sicherlich wird auch dieser Wanderweg nach längeren Trockenperioden in einem besseren Zustand sein. Fakt ist, dass der dichte Buchenwald kaum Licht durchlässt und sich die Nässe im Boden lange hält.

Wir erreichen eine Verzweigung und folgen der Markierung nach links. Bald verengt sich der Weg zu einem (schlammigen) Pfad. Wir stellen fest, dass wir im ersten Abschnitt fast nur durch Buchenwald marschiert sind.

Bald weist uns ein großes Schild auf die Verhaltensregeln im Reinhardswald hin. Nach dem Unterqueren einer Hochspannungsleitung blicken wir mit Sorge auf ein hohes Gatter auf unserem Weg. Schon beim Versuch, den Rundweg Nr. 2 mit seinen 11,6 Kilometern zu erwandern, sind wir nach etwa 2 Kilometern an einer Fehlmarkierung gescheitert. Zum Glück aber gab es eine Durchgangstür für Fußgänger, die wir natürlich pflichtbewusst wieder schlossen.

Von links stößt bald der Märchenlandweg (M) und der X 3 (Wildbahn) zu unserem Rundwanderweg. Diesen verlassen wir jedoch bald wieder. Während die beiden Fernwanderwege sowie auch eine 10-km-Variante des RW 3 geradeaus nach Wilhelmshausen führen, führt unser Weg nach rechts weiter (Markierung rechts an einem dicken Baumstamm).

Ab hier beginnt ein endloser, aber sanfter Aufstieg. Ein zweites Mal ist ein Sperrgatter mit Durchgangstür passiert. Inzwischen sind Buchen nicht mehr die dominierende Baumart auf der Strecke. Hier und da finden wir auch ein paar Birken, dann Lärchen und auch knorrige Eichen.

Ein Blickfang auf der Strecke war eine Baumgruppe, deren Wurzeln frei standen und wie die Tenntakeln eines Kraken wirkten. Links des Weges geht es hier steil abwärts. Aussichtspunkte die auf menschliche Besiedlungen findet man auf dem gesamten Rundweg nicht. Nur Wald, Wald und nochmal Wald.

Doch bald schon, immer weiter leicht aufwärts, stößt man auf spuren menschlicher Schaffenskraft in Form von gestapelten Baumstämmen. Zu den vielen Laubbaumarten gesellt sich nun auch Farn und Nadelwald. Besonders im Oktober kann man hier die geballte Farbenpracht des Reinhardswaldes genießen.

An der nächsten Verzweigung führt der RW 3 nach rechts weiter, nun wieder gemeinsam mit dem Märchenlandweg und dem Wildbahn-Weg. Endlos scheint es weiter bergauf zu gehen und mit 317 Höhenmetern hofften wir, den höchsten Punkt erreicht zu haben. Bei leichtem Auf und Ab wurde die Maximalhöhe noch mehrfach erreicht, bevor es endlich leicht abwärts ging.

An einem Pfosten der Gasversorgung entdecken wir die alte Markierung des Weserberglandweges ( X W). Dann erreichen wir das „Euler-Eck“, das aus vier quadratisch angelegten Ruhebänken besteht. Eine kurze Rast lohnt sich, denn auch der Schlussabstieg kostet noch Kraft.

Kurz nach dem Euler Eck stößt der RW 3 auch auf die anderen beiden Rundwanderwege (1 +2). Und hier beginnt der steile Abstieg auf teilweise rutschigem und steinigem Boden. Am Ende verengt sich der Abstiegsweg zum Pfad und dann ist es geschafft: Die Tillyschanze kommt in Sicht.

Uns war am 17. Oktober 2017 jedoch die gegenüberliegende Waldgaststätte zunächst einmal wichtiger. Ein kühles Bier (Für Gabi Limonade) und ein Schnäpschen… herrlich!

Einkehr:

Waldgaststätte Tillyschanze

Auf der Tillyschanze

Forstgutbezirk Reinhardswald

Besitzer Reinhold Heck

Tel. 05541-1890

Auskunft/Infos:

Weserbergland Tourismus e.V.

Postfach 100 339

31753 Hameln

Tel. 05151-93000

info@weserbergland-tourismus.de

www.weserbergland-tourismus.de

Hinweis: Den Startpunkt an der Tillyschanze erreicht man zu Fuß von Hannoverisch Münden über zwei Aufstiegspfade an der B 3. Der so genannte Zickzackweg befindet sich direkt am Ende der alten Fuldabrücke, ist 490 Meter lang mit 85 Höhenmetern (Gipfelhöhe 198 m). Der zweite Aufstiegspfad verläuft von der B 3 in Höhe der „IMBISS-OASE“, ist etwas kürzer bei gleicher Höhendifferenz.

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