D-35085 Der Heinz-Fey-Weg (Teil 1)

Erste Gehversuche im Ohmtal bei Amöneburg

Dieser Beitrag dient zunächst als Informationssammlung und wird später in die einzelnen Etappen aufgeteilt.

Wir haben zurzeit noch nicht herausgefunden, nach wem dieser Weg benannt wurde. Eine Beschreibung der ehemaligen Kulturwartin des Oberhessichen Gebirgsvereins (OHGV) Birgit Binot in der Homepage des OHGV ist vorläufig alles, was wir im Internet gefunden haben. Gerne nehmen wir Hinweise auf weitere Informationsquellen an.

Hier der Link: http://ohgv.de/zweigvereine/rauischholzhausen/wanderwege/

Bekannt ist die Gesamtlänge des Weges: Etwa 73 Kilometer lang soll er sein. Markiert ist er mit einem roten F auf weißem Grund.

Eine von mehreren Begegnungen mit dem Heinz-Fey-Weg erfolgte im Oktober 2017 beim Volkswandern der Tauzieh- und Wanderfreunde Rüdigheim. Der Abschnitt von der Brücker Mühle verlief bis an den Ortsrand von Rüdigheim innerhalb der kleinen Runde über 5 km.

Zunächst fügen wir zur Brücker Mühle einen bereits vorhanden Text ein:

Schon vor mehr als 750 Jahren wurde die Mühle zum Malen von Getreide genutzt. Sie diente später auch als Pumpstation für die Wasserversorgung der Amöneburg. Heute befindet sich ein Bioladen und ein Biorestaurant in den alten Gemäuern. Die alte Pumpstation kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Besonders empfehlenswert ist der Besuch beim alljährlichen Deutschen Mühlentag, der stets am Pfingstmontag stattfindet. Dabei wird den Besuchern eindrucksvoll verdeutlicht, mit welch einfacher und zugleich durchdachter Technik unsere Vorfahren umweltschonend Getreide vermahlten.

Die Wassermühle wird heute mehr zur Stromerzeugung als zum Mahlen genutzt. Der Name stammt von der einstigen Siedlung Brück am Osthang der Amöneburg. Die hier befindliche Brücke über die Ohm war ein Knotenpunkt der Wegeführung durch die „Hohen Hessen“ und der Handelsstraße von Köln nach Leipzig als auch durch die „Langen Hessen“ und der Handelsstraße von Frankfurt nach Hannover.

Wie uns an einer großen Infotafel erklärt wird, gehörte die Brücker Mühle zum Erzbistum Mainz, Das Erzbistum verwaltete den Oberhessischen Raum von der Amöneburg aus. Auch von Zerstörungen der Brücke Anfang des 15. Jahrhunderts und im Dreißigjährigen Krieges wird berichtet. Ein Strich aus dem Jahr 1640 zeigt die Brücker Mühle als festungsartig ausgebaute Anlage mit zwei höhen Türmen auf der Südseite. Im Eingangsbereich sind noch heute die zwei Meter dicken Mauern zu erkennen.

Eingehend wird auf der Infotafel erläutert, wie heiß die Brücke über die Ohm in den vergangenen Jahrhunderten umkämpft war. Nur wenige Schritte abseits dieser aufschlussreichen Infotafel findet der Besucher auf einer blauen Tafel weitere Infos zur Geschichte. Hier wird aufgeführt, das die 1248 erstmals urkundlich erwähnte Brücker Mühle die älteste Mühle im Nahbereich Amöneburg ist. Im 15. Jahrhundert wurde sie gleich mehrfach zerstört und im Mittelalter diente sie auch als Zollstelle. Auch hier wird von dem festungsmäßigen Ausbau und der Bewaffnung mit Geschützen, den Zerstörungen im 30-jährigen Krieg und den Beschädigungen während des oben im Zitat ausführlich geschilderten Gefechtes im Siebenjährigen Krieg berichtet.

Das heutige Mühlengebäude ist auf den Grundmauern Ende des 18. Jahrhunderts im Barockstil errichtet. Nach einem Großbrand im November 1956 wurde der linke Scheunenteil originalgetreu wiedererrichtet.

Auf das entscheidende Gefecht im 7-jährigen Krieg an der Brücker Mühle weist auch die Autorin des OHGV hin. Nach ihren Angaben ist es auf einem Diorama im Amöneburger Museum mit 734 bemalten Zinnfiguren nachgestellt. Von der Brücker Mühle empfiehlt sie, etwa 200 Meter die Landstraße in Richtung Mardorf zu laufen, da der Weg an der oft Ohm zugewachsen ist. Der Abschnitt im Ohmtal ist es, den wir beim Volkswandertag 2017 in Rüdigheim kennen gelernt haben.

Wir verlassen die Kreisstraße K 29 nach links und wandern auf Schweinsberg zu. Neben dem F des Heins-Fey-Weges finden wir bald vor einer Brücke über die Ohm auch die Markierungen der Amöneburger Geotouren und das A für die Amanaburchtour.

Zudem ist hier eine Informationstafel zum Vogelschutz im Amöneburger Becken aufgestellt. Mit etwas Glück kann man sich hier auch ein Prospekt zum Projekt mitnehmen.

Der Weg geht weiter über die Brücke in östlicher Richtung. Nach einem Kilometer erreichen wir einen Wegweiser der jüngeren Wanderwege mit folgenden Entfernungsangaben: Auf der Amanaburch-Tour in Gehrichtung: Wölbwiesen 1,0 km, Ziegenprojekt 3,5 km und zum Wanderportal 4,0 km. In der Gegenrichtung: Brücker Mühle 1,0 km, Lindaukapelle 3,2 km und Waschbach 3,4 km. Auf dem Schild zu den Geotouren Amöneburg steuern wir die Ziele Schweinsberger Wehr 3,2 km. Schweinsberger Mohr 3,9 km und Wanderportal Kreuz und Quer 7,3 km an.

Am Ufer der Ohm entlang entdecken wir viele idyllische Fleckchen. Das 260 Meter höher gelegene Amöneburg „im Rückspiegel“ wird kleiner und das Schweinsberger Schloss kommt ins Blickfeld. Wir müssen den Heinz-Fey-Weg in Höhe von Rüdigheim auf der EVG-Strecke zunächst verlassen. Da wir aber in früheren Jahren von Rüdigheim aus auch ins Schweinsberger Moor gewandert sind, werden wir in unserem Archiv nach Bild- und Infomaterial suchen und diesen Beitrag fortsetzen.

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