3-17-09 Von Schlangenbad zur Hohen Wurzel (4.5 km)

Über das Dach des Rheingau-Taunus-Kreises

Von Kaub am Rhein haben Sie auf dem 17. Abschnitt des Fernwanderweges E 3 nunmehr 36 Kilometer absolviert. Von Schlangenbad wäre vielleicht das 30 Kilometer entfernte Wildsachsen das nächste Tagesziel. Doch in diesem 9. Unterabschnitt erläutern wir Ihnen nunmehr den Weg über Georgenborn zur Hohen Wurzel, der mit 618 m ü. NN höchsten Erhebung im Rheingau-Taunus-Kreis.

Wanderknotenpunkt Schlangenbad

Die bedeutsamste Kreuzung von Wanderwegen stellt in Schlangenbad die des E 3 mit dem Premiumwanderweg RHEINSTEIG dar. Daneben gibt es aber auch noch eine Vielzahl weiterer Hauptwanderwege des Taunusklubs und eine Reihe von lokalen Wanderwegen, wie man sie in jeder Kurstadt vorfindet. Der Grüne Punkt führt Sie beispielsweise über Rauenthal und Kloster Tiefenthal nach Wiesbaden-Frauenstein (13 km) weiter. Neue Informationstafel (2013) gegen Auskunft über nahe gelegene Ziele und Sehenswürdigkeiten, Kliniken und Gastronomie vor Ort.

Bevor Sie Schlangenbad verlassen, sollten Sie sich vielleicht noch diese beiden Sehenswürdigkeit anschauen:

Die Katholische Pfarrkirche Herz Jesu – Kirche aus Quarzitbruchstein

Die Tafel Nr. 1 des historischen Ortsrundgangs in Schlangenbad vermittelt dem Wanderer alles Wissenswerte über die katholische Pfarrkirche „Herz Jesu“. Ein Pfarrer namens Alois Thewalt brachte den Bau der Kirche in den Jahren 1895 bis 1897 durch Spendensammlungen auf den Weg. Der Mainzer Dombaumeister Joseph H. A. Lucas (1879 – 1909) errichtete die Kirche mit hellgrüngrauen Quarzitbruchsteinen im neugotischen Stil. Die sakrale Weihe und Vollendung erhielt sie am 25. Mai 1902 durch Bischof Dominikus Willi von Limburg.

Der über 50 Meter hohe Kirchturm wurde 1999 gründlich saniert und im Jahr 2002 erhielten der Altarraum und die Hochaltarstufen wieder ihr ursprüngliches Aussehen.

Die Sonnenuhr

Zu den Sehenswürdigkeiten Schlangenbads zählt auch eine Sonnenuhr des Wiesbadener Steinmetzmeisters Erwin Wenzler. Sie wurde aus geschliffenem griechischen Marmor gefertigt und besteht aus einer Sockelplatte, einer lotrechten Halbkreisscheibe und einer äquatorparallelen schrägen Kreisscheibe. Das Weltzeitzifferblatt auf der Sockelplatte zeigt mit dem Anfang des Schattens an, wo im Moment (in Moskau, Berlin usw.) gerade Sonnenhöchststand bzw. Mittag ist. Auf der lotrechten Halbkreisscheiben findet man den Zeiger oder Schattenwerfer mit den beiden vorderen Kanten für das Weltzeitzifferblatt auf der Sockelplatte, sowie für die äquatorparallele schräge Kreisscheibe und Stundenanzeiger in WOZ (Wahre Ortszeit) und MEZ (Mitteleuropäische Zeit). Die Oberseite gilt für das Sommerhalbjahr, die Unterseite für das Winterhalbjahr. Die Datumsmarken auf der Vorderseite sind zur Mittagszeit ablesbar. Zu erkennen sind weiterhin die zwölf Tierkreiszeichen. Die Vorderkante ist exakt parallel zur Erdachse.

Die schräge Kreisscheibe trägt äquatorparallele Zifferblätter (römische Ziffer = WOZ, arabische Ziffern = MEZ). In der Sommerzeit muss eine Stunde hinzu gezählt werden.

In Schlangenbad kommen Sie in die Mühlstraße und folgen dieser nach rechts, vorbei am Rheingauer Hof, Haus Hildegard und der Villa Jung. Nach wenigen Metern bringt Sie eine Treppe links hinunter in den Georgenborner Weg (Alternativ: Umweg über Spitzkehre). Diesem Weg folgen Sie durch den Ort über eine Bachbrücke und dann aufwärts bis zu einer Haarnadelkurve. In dieser Haarnadelkurve führt der E 3 gerade aus in den Wald, und zwar zunächst leicht ansteigend. Dann kommen Sie durch die Unterführung der B 260 hindurch und ab hier geht es sehr steil aufwärts. Sie erreichen einen Wegestern, den Sie in gleich bleibender Richtung passieren. 30 Meter weiter bietet Ihnen der „Leoniebrunnen“ eine Erfrischung an (kein Hinweis auf Trinkwasserqualität). Nach einem anstrengenden Aufstieg erreichen Sie den Ortseingang von Georgenborn. Hier folgen Sie der Hauptstraße (Mainstraße) nach rechts bis zum Café/Restaurant „Entenpfuhl“ (Eintrag von 2007: Einkehrmöglichkeit, geöffnet di-sa 16.30-24 Uhr, so 11-14 Uhr und 17-24 Uhr, montag Ruhetag). KEINE GEWÄHR!

Am Restaurant „Entenpfuhl“ biegen Sie links ab und gehen die Straße Oberer Tritt steil hinauf. Bevor Sie dann nach links in die Karlsbader Straße einbiegen, drehen Sie sich noch einmal um. Es offenbart sich Ihnen ein herrlicher Ausblick auf die Rheinebene. Nach 40 Metern biegen Sie dann rechts in die Straße Zum Forsthaus ein. Ein Schautafel am linken Wegrand informiert Sie über heimische Marderarten. Nach einem Wasserhochbehälter passieren Sie eine Kreuzung gerade aus und bei der folgenden Vergabelung halten Sie sich links. Sie kommen an einem zweiten Wasserhochbehälter vorbei und folgen ab hier dem gut markierten Wanderpfad über vier Kreuzungen stets gerade aus. Der Pfad beschreibt schließlich eine Linkskurve um 90 Grad und führt auf einen breiteren Wanderweg. Diesem folgen Sie nach rechts und können nun den Sendeturm der Telekom auf der Hohen Wurzel erblicken. Ab hier verläuft der E 3 wieder gleichauf mit dem Rheinhöhenweg ®. Sie erreichen die Parkplätze „Hohe Wurzel“ beidseitig der Landstraße L 3037 (Wiesbaden – Bad Schwalbach). Hier befindet sich eine Bushaltestelle, eine Notrufsäule und auf der anderen Seite eine Wanderkarte (Rundwanderwege) des Rhein-Taunus-Klubs. Sie folgen der Straße gerade aus (Wegweiser Feuerwehrzufahrt Telekom). Links erblicken Sie ein hölzernes Kreuz sowie eine Schutzhütte mit Sitzgruppen für eine mögliche Rast. Dort, wo der asphaltierte Weg zum Sendeturm links abbiegt, gehen Sie gerade aus auf einem Feldweg weiter und erreichen den Gustav-Vietor-Turm auf der Hohen Wurzel, dem Anknüpfpunkt zur nächsten Etappe.

Gipfelpunkt: Hohe Wurzel (618 m)

Die HOHE WURZEL ist die höchste Erhebung im Rheingau-Taunus-Kreis. Auf dem 618 Meter hohen Berg steht eine von drei Sendeanlagen, mit der das Rhein-Main-Gebiet mit digitalem Fernsehen versorgt wird (Eintrag von 2007!). Der E 3 führt direkt am Gustav-Vietor-Turm vorbei. Das Stahltreppengestell war bei meinem letzten Besuch im Jahr 2007 schrottreif. Daher war der Eingang im steinernen Sockel auch zugemauert. Vor dem alten maroden Aussichtsturm steht ein kleiner Gedenkstein (topografischer Punkt), der die Arbeit des Hessischen Landesvermessungsamtes und seines Präsidenten Prof. Goerlich (Amtszeit 1994-2001) würdigt.

Mehr dazu unter nachfolgendem Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm_Hohe_Wurzel

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