IRL-6623 Killarney Nationalpark: Ross Castle

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Tower-House am Lough Leane

Ross Island (bm). Es ist die ideale Tour für den Ankunftstag in Killarney. Der Flieger landet zur Mittagszeit und nach der Einquartierung bleibt genug Zeit, der Festung am Ostufer des Lough Leane eine Besuch abzustatten. Ross Castle gehört zu den populärsten Anziehungspunkten im Killarney Nationalpark. Das „Tower House“ wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Stammsitz des O’Donoghue-Clans, der seinerzeit über die Region herrschte, errichtet. In wikipedia.de wird geschildert, dass Ross Castle die letzte irische Festung war, die Oliver Cromwell Widerstand leistete. Letztlich aber wurde die Burg kampflos übergeben. Als der O’Donoghue-Clan Ende des 16. Jahrhunderts seine Ländereien an die englische Krone verlor, ging die Festung an Donal McCarthy Mór, der sie wiederum an Sir Valentine Browne weitergab.

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Die Schautafel (nur in Englisch und in der alten irischen Sprache) beschreibt die Burg um 1500 als eine von starken Steinmauern umgebene Festung. Vermutlich war sie auch von Erdwällen und Palisaden umgeben. Der umschlossene Bereich wurde „The Bailey“ genannt und beherbergte neben den Clan-Gefolgsleuten vermutlich auch angeheuerte Soldaten, die in strohbedeckten Hütten lebten.

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Die Schautafel macht dann einen Sprung ins 17. Jahrhundert und erläutert die Geschichte auf detailliertere Weise. Danach habe sich der O’Donoghue-Clan mit dem Earl of Desmond verbündet und erst nach dessen gescheiterten Rebellion fiel die Festung an McCarthy Mór. In dieser Zeit wurde das ursprünglich zur Verteidigung errichtete „Towerhouse“ mit größeren Fenstern ausgestattet. In der Folge ging der Besitz nach und nach an den englischen Land-Aufseher (land surveyor) Sir Valentine Browne. Er ließ 1688 ein zusätzliches Festungsgebäude errichten, wofür er die westliche Sektion der Verteidigungsmauer einreißen ließ.

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In der Mitte des 18. Jahrhunderts beherbergte „Caisleán an Rois“ – so der alte irische Name – eine Garnision. Kaum eine der alten Mauern blieb dort, wo sie einst war, von den ursprünglich vier Rundtürmen waren zu jener Zeit nur noch zwei übrig geblieben. Eine räumliche Expansion war notwendig und das von Valentine Brown errichtete Festungshaus musste einem größerem Gebäude weichen.

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Den Besuch von Ross Castle kann man hervorragend mit einer kleinen Wandertour verbinden. Idealer Einstieg ist das Nationalpark-Portal an der St. Mary’s Cathedral. Auf direktem Wege sind es rund 2,5 Kilometer, über den sehr empfehlenswerten Lakeshore-Pfad knapp doppelt so viel. Dafür bekommt man dann die herrliche Natur direkt am Ufer des größten Sees im Nationalpark zu sehen. Nicht als Wanderweg zu empfehlen ist die Straßenzufahrt. Hier marschiert man endlos an einer Mauer entlang und bekommt kaum etwas interessantes zu sehen.

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Idealer Touren-Vorschlag: Hinweg über das Knockreer House und den Lakeshore Path, Rückweg direkt durch den Park den Wegweisern nach Killarney folgend (ca. 8 km).

Ross Castle steht von März bis Oktober zur Besichtigung offen. Für 6 Euro kann man an Führungen teilnehmen – natürlich nur in Englisch. Im Sommer warten Getränke- und Souvenirshops auf die Gäste. Außerdem ist Ross Castle Anlegestelle für diverse Boots- und Schiffstouren auf dem Lough Leane. Die kleine Bootsrundfahrt kostete im Oktober 2016 noch 10,- Euro pro Person und ist überaus empfehlenswert.

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