D-35440 Hachborner Maistrauch-Runde

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Pedestrial-Wandervorschlag zwischen Gießen und Marburg

Dieser Wandervorschlag entstand im März 2012 bei unseren Erfassungsarbeiten zum Studentenpfad X 13. Auf zwei verschiedenen Routen wurden Wege von Staufenberg nach Hachborn getestet. Eine Hütte in der Waldgemarkung Maistrauch, die sich hervorragend als Rastpunkt eignet, wurde dabei zum Schnittpunkt für eine von uns kreierte Rundwanderung. Hier trifft man immer wieder auf bedeutende Wanderwege im Gebiet zwischen Marburg und Gießen – beispielsweise auf den Planetenweg, den OHGV-Rundweg 25 und den mit einem R gekennzeichneten Thüringen-Hessen-Rhein-Wanderweg.

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Startpunkt ist der historische Brunnen im Ortszentrum von Hachborn. Sie gehen von dort die Bachstraße hinauf und anschließend auf der Hauptstraße (Hachborner Straße) nach rechts. Am Straßenschild „Bachstraße“ erblicken Sie die weiße X 13-Markierung (Studentenpfad), der Sie im ersten Abschnitt bis zum Rastpunkt an der Forsthütte folgen können. Hier gehen Sie am Backhaus vorbei und folgen der Hachborner Straße bis in die Einmündung Ilschhäuser Straße. In gleich bleibender Richtung wandern Sie nun aus Hachborn hinaus und gehen etwa 400 Meter auf der Kreisstraße K 47 weiter. Dann biegen Sie nach rechts in einen Feldweg ein, wo Sie auch die Markierung des Ebsdorfergrund-Rundwanderweges vorfinden. Nach 250 Metern überschreiten Sie eine Bachbrücke und gehen stets geradeaus auf dem Asphaltweg weiter. An der Abzweigung nach Fortbach finden Sie einen Wegweiser vor. Sie gehen geradeaus in Richtung Staufenberg weiter und lassen wenige Schritte weiter den Abzweig nach Hassenhausen rechts liegen. Nun steigt der Weg immer kräftiger an und führt Sie in den Wald.

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Immer geradeaus lautet nun die Devise. In der Waldgemarkung „Hohe Mark“ (Abt. 106) marschieren Sie über eine Kuppe und finden auch die Markierungen rotes X (OHGV-Rundweg Nr. 25) und die Nr. 3 vor. Schließlich gelangen Sie in die Gemarkung Maistrauch und kommen an eine große Waldkreuzung. Sie gehen nach links und stehen nach wenigen Schritten vor der Forsthütte mit dem „Gebet des Wildes“. Hier bietet sich eine ideale Rastmöglichkeit für Wandergruppen bis 15 Personen.

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Von der Hütte gehen Sie nach rechts weiter und sogleich um eine Rechtskurve. Hier (Gem. Staufenberg, Abt. 102 – Wand) finden Sie das schwarze Männchen, das schwarze + (Planetenweg), den roten Punkt und das „R“ als Markierungen vor. Den ersten Rechtsabzweig nach 300 Metern lassen Sie außer Acht. Sie bleiben auf dem Hauptweg, bis Sie an eine größere Kreuzung gelangen. Hier (Kreisgrenze GI/MR) zweigen Planetenweg und andere Wege nach rechts ab. Sie wandern jedoch in etwa gleich bleibender Richtung weiter und folgen dem „R“. Die folgende Kreuzung nach einer Linkskurve passieren Sie geradeaus. Von rechts gesellen sich wieder das schwarze Männchen und der rote Punkt zu den Markierungen. Sie ignorieren den folgenden Rechtsabzweig vor einem Tannenwäldchen und gehen so lange geradeaus und leicht aufwärts weiter, bis Sie den Waldrand erreicht haben.

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Sie gelangen an einen Querweg mit Ruhebank und Markierungspfosten und gehen nach rechts weiter. Der teilweise befestigte Weg führt Sie an einem Anwesen (Haus Nr. 17) vorbei an einen radweg. Diesem Radweg folgen Sie nach links in Richtung Ilschhausen (0,8 km, Hachborn 3,3 km). Leicht abwärts wandern Sie am „Oberen Hansehof“ und an einer Ruhebank mit Gedenkstein an „90 Jahre Wasserleitung“ vorbei. Ein Straßenschild gibt hier 13 Prozent Gefälle an.

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Sie folgen nun dem Radwegweiser nach Hachborn durch Ilschhausen. Zunächst erreichen Sie die Straße „Zum Brückenfeld“ und biegen rechts ab (Hachborn noch 2,5 km). Sie wandern an einem Friedhof vorbei und verlassen Ilschhausen auf einem angenehmen Schotterweg. Nach etwa einem Kilometer passieren Sie einen Wasserhochbehälter und haben linker Hand längst Hachborn erblickt.

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So folgen Sie dem Radweg nach links und erreichen Hachborn in der Straße „Am Bettacker“. Von dieser biegen Sie nach rechts in die Straße „Am Schwarzacker“ ein können sich nun aussuchen, ob Sie die erste Straße nach links (Schulstraße) oder die zweite (An der Kirche vorbei) zur Hachborner Straße und somit zum Ausgangspunkt abbiegen.

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Einkaufstipp: Wenn Sie der Hachborner Straße bis zum Ortsende nach rechts folgen, finden Sie einen ALDI- und REWE-Getränkemarkt vor.

WISSENSWERTES:

D-3544 Der Hachborner Dorfbrunnen – Wahrzeichen der Gemeinde

Wie dem Schaukasten zu entnehmen ist, ließ die Gemeinde Hachborn im Jahr 1709 ihren Dorfbrunnen erneuern. Das wissen die Einheimischen von Konrad Heuser, der damals auf Bachhennersch Hof (heute Hachborner Straße14) lebte und von seinem Vater eine 1662 gedruckte Bibel bekommen hatte. Auf ihren leeren Seiten hielt die Familie wichtige Ereignisse wie Geburten, Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse fest. Auf der letzten freien Seite der Bibel war jedoch folgendes zu lesen: „Im Jahr 1709, fünf Wochen nach Pfingsten, hatt die Gemein Hachborn ihren Dorfbrone aufs Neu Von Grond aus lasen machen dorch die beyde mäuer Meister Jakob Höfner und Johann Konrad Bienhausen und ist inen Vordingt worden dorch die Beyde borgemeister philibß Fischer und h. Weber for 11 Rhtlr.“

Die kommunalen Vertreter Fischer und Weber haben also den öffentliochen Auftrag für 11 Reichstaler vergeben. Zur selben zeit wurden auch im unmittelbaren Umkreis private Bauarbeiten durchgeführt. So trägt auch der Keller des gegenüberliegenden Hauses („Bachmelis“) die Datierung 1709 und den Spruch: „Wer Gott vertraut hat wol gebaut in Himmel und auf Erden“. Zu dieser Zeit veränderte sich der Dormittelpunkt also erheblich. „Die Einwohner hielten ihn nun sicher für modern und großzügig, zumal er viel ausgedehnter war als heute“, heißt es in der Chronik. Da die beiden Häuser unterhalb des Brunnens noch nicht existierten, stand der Brunnen zum Dorf hin frei.

Wie unschwer zu erkennen ist, lag die Straße einst deutlich niedriger. Nur noch zwei Drittel der Brunnenmauer ragen noch aus dem Asphalt heraus. Ein Foto im Schaukasten zeigt, dass man im Brunnenbogen einst stehen konnte. So sieht der Brunnen als Hachborner Wahrzeichen heute etwas traurig aus, meinen zumindest die älteren Einheimischen. Man rätselt, ob man das „born“ im Ortsnamen dem Brunnen zu verdanken hat. Von Sprachwissenschaftlern wird der Ortsname als „Brunnen im feuchten Gelände“ gedeutet.

Weiter führt die kleine Brunnenchronik auf, dass es bereits im Jahr 1375 einen schriftlichen Hinweis auf den Brunnen gab. In einer Urkunde der hiesigen Ordensfrauen vom 21. Dezember dieses Jahres wird ein Anwesen „in der Steinborngasse in Hachborn“ erwähnt. So könnten die Maurermeister Höfner und Bienhäuser ein Werk ihrer mittelalterlichen Vorgänger erneuert haben.

Folgenden Markierungen begegnen Sie auf dem Abschnitt Staufenberg – Hachborn:

X 13 – Studentpfad

Nr. 1 und 3 = kommunale Rundwege

Schwarzes Männchen – BEARBEITEN

X 25 = OHGV-Rundweg

Schwarzes + = Planetenweg

R = BEARBEITEN

Roter Punkt = Thüringen-Hessen-Rhein-Wanderweg

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