D-53545 Die kurfürstliche Burg Linz

Von rechtsrheinischen Bollwerk zum Eventlokal

Erste Station unseres Linzer Stadtbummels ist die kurfürstliche Burg Linz, die auch Erzbischöfliche Burg genannt wird. Sie wurde 1364 bis 1368 kurz nach der Erteilung der Stadtrechte durch den Kurfürsten und Erzbischof zu Köln als Bollwerk seiner rechtsrheinischen Besitzungen erbaut. Hierzu erfahren wir bei wikipedia (O-Text): Anfang der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhielt der Ort Linz, der bereits 874 urkundlich erwähnt wurde, durch den Kölner Erzbischof Heinrich von Virneburg der Zeit zwischen 1304 und 1332 die Stadtrechte. Ein Nachfolger dieses Erzbischofs, Engelbert von der Mark, der zugleich Kurfürst von Köln war, begann wenige Jahre später (1365) mit dem Bau der Burg Linz. Wegen eines Aufstandes der Andernacher gegen den Kurfürsten im Jahr 1359 nahm der Landesherr Andernach das Zollrecht ab und verlegte es nach Linz. Der Bau der Burg kostete den Kurfürsten 30.000 kölnische Mark. Dieses Geld musste er sich borgen, was dazu führte, dass er nach der Fertigstellung der Burg diese für acht Jahre an das Erzstift Trier verpfändete.“ (O-Text Ende).

Wir erfahren weiter, dass die Burg im so genannten Neusser Krieg im Jahr 1475 mehr als zwei Monate belagert und stark beschädigt wurde. 1547 suchte hier der Kölner Erzbischof Hermann V. Von Wied Zuflucht und hoffte vergeblich, seine Amtsenthebung abzuwenden.

Nachdem im Jahr 1707 die Verwaltung des Kurkölnischen Oberamtes von der Feste Altewied nach Linz verlegt wurde, musste die Burg nahezu komplett umgebaut werden. Nur die Fundamente und der Nordwestturm blieben vom spätgotischen Ursprungsbau übrig.

Seine landesherrschaftliche Bedeutung verlor die Burg, die auch als Schloss bezeichnet wurde, als Linz 1816 an die Preussen fiel. 1821 erwarb der Rheinzollbeseher Anton Feith die Burg für 4050 Reichstaler. Der Wassergraben, der einst die Burganlage umgab, wurde zugeschüttet. Daraus resultierte später der idyllische Burgplatz.

Nachdem die „Feiths Burg“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend verfiel, wurde sie 1951 von der Stadt Linz übernommen, die hier Sozialwohnraum schuf. Seit 1985 befindet sie sich in Privatbesitz.

Die neuen Besitzer machten aus der Burg nach umfassenden Renovierungsarbeiten wieder einen touristischen Anziehungspunkt. Besucher finden besonders die Folterkammer im alten Burgverlies und die römische Glashütte interessant. Bei Google maps findet man heute den Begriff „Eventgastronomie“ und folgende Kontaktdaten:

Burg Linz Eventlocation

Burgplatz 4, 53545 Linz am Rhein, Tel. 02644-7021.

Je nach Corona-Lage könnte auch der Hinweis „vorübergehend geschlossen“ auftauchen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.