
Der Wandertreff am Puschkinpark – Stempelpunkt Nr. 286
Es ist nicht einfach oder vielleicht sogar unmöglich, Thüringen konsequent von West nach Ost nach Touringen-Stempeln abzusuchen. Schon vor der Krayenburg hätte man von der B 62 auf die B 84 nach Norden (Richtung Frauensee) oder in südlicher Richtung auf die L 1022 (Richtung Dermbach) abbiegen können, um weitere Stempel zu erbeuten.

Wir bleiben auf der B 62 und erreichen schnell Bad Salzungen. Das Navi hat mich sicher zum großen und kostenfreien Parkplatz am Puschkinpark geführt.

Den Startpunkt Wandertreff findet man, wenn man von dort auf die unübersehbaren Gradierwerke zugeht. Hier gibt es nicht nur viele Infotafeln, sondern auch schon den Stempelkasten Nr. 286.

Dieser ist auch als Startstempel für die erste Etappe auf dem Hochrhöner (Seite 37 im Tourenheft) vorgesehen. Sozusagen ein Pick-up-Stempel, den man sich ohne wandersportlichen Aufwand abholen kann.

Ich hatte mir am 14. Juni 2024 die „Bad Salzunger Frankenstein-Tour“ (Tourenheft S. 32/33) vorgenommen. Die Frankenstein-Tour hat nichts mit den bekannten Monstern zu tun und ist alles andere als ein Horrortrip. Bad Salzungen ist staatlich anerkanntes Sole-Heilbad und eines der ältesten Solebäder Deutschlands.

Einzigartig ist: Die „grüne Stadt mit starker Sole“ verfügt über mehrere natürliche Solequellen mit drei unterschiedlichen Konzentrationen. Mit 27 Prozent Salzgehalt gilt die stärkste Sole als “gesättigt“. Das war der Grund für das wirtschaftliche Aufblühen der Stadt zwischen den Bergkuppen der Rhön und den Südhängen des Thüringer Waldes. Schon um 1590 entstanden die ersten Gradierwerke zur Salzgewinnung. Den gesundheitlichen Wert erkannte man vor über 200 Jahren und um 1890 entstanden die ersten Kuranlagen rund um das historische Gradierwerk. Nur zwei der einstmals 24 Gradierwerke sind verblieben.

Auch wenn man nicht gewillt ist, eine der beiden Wandertouren am Puschkinpark anzugehen, sollte man sich die wunderschönen Fachwerkbauten der Kuranlage und den historischen Bohrturm direkt am „Museum am Gradierwerk“ einmal näher anschauen.
